14. Sonntag im Jahreskreis 3.07.2022 Lesejahr C

„In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig  andere aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.“  Lk10,1

„Alles, was dieser heilige Priester wusste und andere lehrte, hatte der Geist Gottes seinem Herzen einzuprägen gewusst, und er hatte das umso leichter zu Wege gebracht, je reiner, freier, einfältiger und leerer dieses Herz von aller menschlichen Wissenschaft war…. Der Glaube des guten Pfarrers von Ars war seine Wissenschaft, der Herr selbst sein Buch.“ °

13. Sonntag im Jahreskreis 26.06.2022 Lesejahr C

„Als sich die Tage erfüllten, dass er hinweg genommen werden sollte, fasste Jesus den festen Entschluss, nach Jerusalem zu gehen.“ Joh 9, 51

„Also, meine Seele, du wirst mit Gott sprechen, mit ihm arbeiten, mit ihm gehen, mit ihm kämpfen und leiden. Du wirst arbeiten, aber er wird deine Arbeit segnen; du wirst gehen, aber er wird deine Schritte segnen; du wirst leiden, aber er wird deine Tränen segnen. Wie ist es groß, wertvoll und tröstlich, alles mit dem lieben Gott und unter seinen Augen zu tun und zu denken, dass er alles sieht, alles zählt! …“° Pfr. von Ars

Heiligstes Herz Jesu Hochfest 24.06.2022 Lesejahr C

„Ich sage euch: Ebenso wird  im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umgekehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben.“ Lk 15,7

„ Nichts,“ sagte er „betrübt das Herz Jesu mehr, als sehen zu müssen,  wie alle seine großen und vielen Leiden für eine große Anzahl Menschen verloren sind. Beten wir darum doch für die Bekehrung der Sünder. Dieses Gebet ist das schönste und nützlichste, denn die Gerechten sind auf dem rechten Wege zum Himmel, und die armen Seelen im Fegefeuer sind sicher, dereinst wenigstens hineinzukommen. Aber die armen Sünder?! die armen Sünder?!“ °Pfr. von Ars

12.Sonntag im Jahreskreis 19.06.2022 Lesejahr C

 

„In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute?“ Lk 9,18

„Ich habe ihn sagen hören, dass er das viel mehr durch seine Gebete als durch seine Worte und Belehrungen zustande gebracht hatte.“°

Fronleichnam 16.06.2022 Lesejahr C

„In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.“ Lk 9, 11b

„Wir sind hienieden wie in einem Krankenhause; wir bedürfen der Arzneien, der Tröstungen in unseren Übeln und Leiden: wo anders können wir Heil- und Linderungsmittel finden als in den Sakramenten, welche unserer Seele das Leben wieder geben und ihre Nahrung sind.“ °Pfr. von Ars

Dreifaltigkeitssonntag 12.06.2022 Lesejahr C

„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört …“ Joh 16,13

„Ich habe mehr von diesem Katechismus profitiert, gestand der Pfarrer einer der großen Pfarreien von Lyon, als er von der Katechese des Heiligen kam, als von allen Belehrungen, die ein Prediger mit Titel in meiner Pfarrei acht Tage lang gegeben hat. Jetzt habe ich gerade Muttergedanken gehört.“°

Pfingsten 5.06.2022 Lesejahr C

„Wer Durst hat, komme zu mir und es trinke, wer an mich glaubt! Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.“ Joh 7,37f

„So wie eine schöne weiße Taube aus dem Wasser aufsteigt und ihre Flügel über dem Boden schüttelt, so verlässt der Heilige Geist den unbegrenzten Ozean göttlicher Vollkommenheiten und schlägt seine Schwingen über den reinen Seelen, um auf sie den Duft der Liebe herabträufeln zu lassen.“ °Pfr. von Ars

7. Sonntag in der Osterzeit 29.05.2022 Lesejahr C

„Heiliger Vater, ich bitte dich nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben… Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin.“ Joh 17, 20;24

Was tut unser Herr im Himmel? Er denkt an uns … Er bittet für uns … Er ist unser Fürsprecher. Sagt doch der heilige Johannes: „Wenn einer sündigt, erinnere er sich daran, dass er im Himmel einen Fürsprecher hat, Jesus Christus.“ °Pfr. von Ars

Christi Himmelfahrt 26.05.2022 Lesejahr C

„Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden.“ Lk 24,46f

Auf der Suche einer Erklärung für den Ursprung der Wallfahrt schrieb Catherine Lassagne in ihren Aufzeichnungen: „Aber was am meisten den Einfluss auf die Besucher verstärkt hat, das ist der Pfarrer durch seine Gebete um die Umkehr der Sünder. Die Gnade, die er erhielt, war so stark, dass sie die Sünder suchte, ohne ihnen einen Augenblick Ruhe zu lassen.“°

6. Sonntag der Osterzeit 22.05.2022 Lesejahr C

„Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen.“  Joh 14, 23

„Ich habe einen Heiligen in meinem Leben gesehen, ich habe ihn seine Bevölkerung ermahnen hören, und seine ganze Beredsamkeit bestand in den Worten: „Meine Kinder, liebet wahrhaft Gott! Er ist so gut! Liebet ihn mit eurem ganzen Herzen.“°

5. Sonntag in der Osterzeit 15.05.2022 Lesejahr C

„Als Judas vom Mahl hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht (Joh 13,31).

„Er freute sich an allem, was mit der Erlaubnis Gottes gegen ihn gesagt wurde, „da er in den Verurteilungen der Welt die Segnungen des Himmels sah“… Er war bei dem Gedanken getröstet, dass man ihn sah „ mit den Füßen zertreten wie der Schlamm des Weges“ - er selbst hat sich eines Tages so ausgedrückt - sein Bischof würde nicht zögern, ihn so zu behandeln, wie er es verdiente, d. h. ihn von seiner Pfarrei verjagen. °

4. Sonntag in der Osterzeit 8.05.2022 Lesejahr C

 

„Meine Schafe hören auf meine Stimme; und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben.“ Joh 10, 27

„Der Pfarrer von Ars schenkte jedermann Gehör. Er hatte für alle ein liebevolles, stets den verschiedenen Fällen angemessenes Wort, eine klare und entschlossene Antwort, welche immer das Richtige traf.“ °

3. Sonntag in der Osterzeit 1.05.2022 Lesejahr C

„Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.“ Joh 21,4

„Der gute Gott will mich hier nicht haben. – Wohin wollen Sie also gehen? – Kehren wir nach Ars zurück!“… Der Pfarrer kam zurück… er schleppte sich mit Mühe dahin, gestützt auf seinen Reisestock…

Er lächelte, schaute glücklich aus. Er sagte: „Alles war doch verloren! Nun gut, alles ist wiedergefunden.“ °

2. Sonntag der Osterzeit, Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit, Weißer Sonntag 24.04.2022 Lesejahr C

„Streck deine Hand aus und lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Joh 20,27

„Der Glaube Vianney‘s war so lebendig“, sagt Catharina in ihren Notizen, „dass er alles zu sehen schien. Er ist von der wirklichen, realen Gegenwart im allerh. Sakrament so durchdrungen, dass er darüber fast in jeder Katechese spricht. Die Liebe stählt  dann seine Kräfte so, dass er seine Erschöpfung nie merkt.“ °

Ostersonntag 17.04.2022 Lesejahr C

„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden.“ Lk 24,5f

„Am 14. Mai 1854 hörte Mgr Ullathorne, Bischof von Birmingham, ihn (Pfr. von Ars) über seine bevorzugten Themen predigen: die Sünde und die Liebe Gottes…. Als er von Gott sprach - ganz liebenswürdig und alles liebend - schien sich sein Wesen um sein Herz herum zu hüllen. Sein Herz schien in seinen Händen zu atmen, in seinen Gesten, in seinem ganzen Körper. Es war unmöglich nicht zu spüren, dass Gott da ist.“°

Gründonnerstag 14.04.2022 Lesejahr C

„Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.“ Joh 13, 8

„Sie sehen gut, dass wenn Sie da sind, es noch geht; aber wenn ich alleine bin, tauge ich zu nichts. Ich bin wie die Nullen, die ihren Wert nur mit den anderen Ziffern haben. Ich bin zu alt, ich bin zu nichts gut. - Herr Pfarrer, Sie sind immer jung durch das Herz und die Seele.- Ja, mein Freund, ich kann sagen wie dieser Heilige, dem man nach seinem Alter fragte, dass ich noch nicht einmal einen Tag gelebt habe.“°

Palmsonntag 10.04.2022 Lesejahr C

„Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her!“ Lk 19, 30

„Welches Beispiel, meine Brüder: ein Tier verliert das Leben, um seine Dankbarkeit zu bezeugen!... Und wir, weit entfernt davon, unsere Dankbarkeit Gott zu bezeugen, hören nicht auf, ihn durch die Sünde zu beleidigen.“ ° Pfr. von Ars

5. Fastensonntag 3.04.2022 Lesejahr C

„Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ Joh 8,11

„Es kostet nur den ersten Schritt auf dem Weg der Entsagung“, sagt Vianney; „hat man einmal angesetzt, dann läuft es von selbst.“° Pfr. von Ars

4. Fastensonntag 27.03.2022 Lesejahr C

„Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein.“  Lk 15,31

„Der liebe Gott kann nicht umhin, Mitleid zu empfinden, wenn er den Hochmut seines Geschöpfes sieht.“° Pfr. von Ars

Neigt sich unsere Sympathie nicht zunächst einmal dem älteren Sohn zu, der ununterbrochen arbeitet, die Gebote hält und eigentlich die Freude seines Vaters sein müsste? Eltern sind auch heute nicht begeistert, wenn eines ihrer Kinder den Weg des jüngeren Sohnes geht, liederlich lebt und Vermögen verschleudert.

3. Fastensonntag 20.03.2022 Lesejahr C

„Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle genauso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt.“ (Lk13,3.5)

Um die schweren Sünder zu erschüttern warf ihnen Vianney als Warnung nur dieses eine Wort hin, das auf den Lippen eines Priesters, der die Zukunft hellsichtig durchschaut, einen entsetzlichen Klang hatte: „Mein Freund, Sie sind verdammt.“

So kurz das  Wort war, so Vieles sagte es. Selbstverständlich sprach der Heilige nur einen Bedingungssatz aus: „Wenn Sie diese und diese Gelegenheit nicht meiden, wenn Sie weiter an jener Gewohnheit festhalten, wenn Sie den und den Rat nicht befolgen, werden Sie in die Hölle kommen.“ °

2. Fastensonntag 13.03.2022 Lesejahr C

„Es waren Mose und Elija; sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen.“ Lk 9,30ff

„Guten Abend, mein Schutzengel! Ich danke dir, dass du mich den ganzen Tag behütet hast. Opfere Gott die Schläge meines Herzens auf, während ich schlafe.“° Pfr. von Ars

8. Sonntag im Jahreskreis 27.02.2022 Lesejahr C

„Der gute Mensch bringt aus dem Schatz seines Herzens das Gute hervor und der böse Mensch aus dem bösen das Böse hervor.“  Lk 6,45

„Ich liebe dich, o mein göttlicher Erlöser, weil du für mich gekreuzigt worden bist; ich liebe dich, o mein Gott, weil du mich hienieden kreuzigst für dich …
Einen Gott-Menschen lieben, der für uns gekreuzigt worden ist: Liebe der Dankbarkeit! Einen Gott lieben, der uns kreuzigt: großmütige Liebe! Einen Gott lieben, der um unseres Heiles willen Mensch geworden und für uns gekreuzigt worden ist: eigennützige Liebe!“° Pfr. von Ars

7. Sonntag im Jahreskreis 20.02.2022 Lesejahr C

„Doch ihr sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, wo ihr nichts zurückerhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Lk 6, 35f

„ Ich kann nur das eine bedauern“, musste Raymond später sagen, „dass ich nicht genug Nutzen aus seinem Beispiel gezogen habe; ich zähle jedoch auf seine gütige väterliche Zuneigung, die er mir immer erwiesen hat.“°

6. Sonntag im Jahreskreis 13.02.2022 Lesejahr C

„Jesus richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte:

Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes…
Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen.“ Lk 6,20.24

„Aus Achtung überließ man ihm fast immer die Leitung der Unterhaltung, so bestand keine Gefahr, dass sie von den ihm vertrauten Themen abkam: Gott und das Heil, die Eitelkeit der Vergnügen dieser Welt und die Dauerhaftigkeit der Freuden der anderen.
Das war wie ein neuer Katechismus… Er erzählte – und er erzählte sehr gut – hundert verschiedene Anekdoten aus dem Leben der Heiligen mit einer Frische der Vorstellungskraft… besonders unerschöpflich, wenn es sich darum ging zu beweisen,  dass die Heiligkeit einen Menschen gleichsam zum Herrscher über den  Willens Gottes macht.“ °

5. Sonntag im Jahreskreis 6.02.2022 Lesejahr C

„Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen.“ Lk 5,5

„Herr Pfarrer, sagte einer der Missionäre, wir können Sie bei diesem ohne Unterbrechung fortdauernden Zusammenströmen der Menschen der Versuchung des eitlen Ruhmes widerstehen? Ach, mein Kind, antwortete ihm der fromme Priester, sagen Sie vielmehr, wie ich der Versuchung der Furcht, der Mutlosigkeit und mitunter sogar der Verzweiflung widerstehe.“ °

4. Sonntag im Jahreskreis 30.01.2022 Lesejahr C

„Alle stimmten ihm zu; sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde hervorgingen, und sagten: Ist das nicht Josefs Sohn? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst!“ Lk4,22f

„Ich bin um seine Gesundheit nicht bekümmert;“ sagte der Arzt, „die bringt ein Anderer wieder, als ich, und wenn ich nichts mehr kann, so kann der Andere noch. Im Augenblicke, wo es scheint, dass er uns entschlüpfen will, kommt er plötzlich wieder zu sich, wie durch den Zauber neuer Kräfte.“ °

3. Sonntag im Jahreskreis 23.01.2022 Lesejahr C

„Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfüllt haben. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren.“ Lk 1,1f

„Fast genauso zahlreich wie Behinderte und Kranke eilten durch Lebensprüfungen schwer verletzte Menschen nach Ars in der Hoffnung auf Heilung. Man hatte gehört, dass M. Vianney eine wunderbare Kraft zur Tröstung hatte, sie vertrauten ihm ihre traurigen Geheimnisse an… sie weinten vor ihm über ihr zerbrochenes Leben. Bei den ersten Worten ihres Berichtes sahen sie ihn die Hände falten und die feuchten und bittenden Augen zum Himmel erheben, um sie dann auf sie zu senken, voll Zuneigung, die ihnen schon die Hoffnung zurückgab. Dann hörten sie zärtliche und feste Worte, stets in bewundernswerter Weise ihrem Zustand entsprechend… Sie waren eingeladen, im Glauben die unerschöpflichen Quellen des Trostes zu suchen und gingen gestärkt weg, nachdem sie sich mit ihm niedergekniet hatten.“°

2. Sonntag im Jahreskreis 16.01.2022 Lesejahr C

„Jener Zeit fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.“  Joh 2,1f

„Wie sind doch alle Leiden dieser Welt süß mit dem Heiligen Geist!“°  Pfr. von Ars

Taufe des Herrn 9.01.2022 Lesejahr C

 

„In jener Zeit war das Volk voll Erwartung und alle überlegten im Herzen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Christus sei.“ Lk 3,15

Eines Tages teilte Vianney einem Confrater, den er liebte, über seine inneren Leiden mit: „Ich verdorre vor Kummer auf dieser armseligen Erde,“ sagte er, „meine Seele ist traurig bis zum Tode. Meine Ohren hören nur missliche Dinge, die mir das Herz zernagen. Ich habe nicht mehr die Zeit, um zu beten. Ich kann es nicht mehr aushalten.“°

Erscheinung des Herrn 2022 Lesejahr C

„Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.“ Mt 2,12

Man weiß durch eine vertrauliche Mitteilung an Katharina Lassagne, dass er sich einmal zwingend vor einem Vorhaben gewarnt fühlte, ohne dass er sich erklären konnte, wie diese Anordnung ihm übermittelt wurde. „Ich weiß nicht, ob es wirklich eine Stimme war, die ich hörte oder ob es ein Traum war, aber, sei wie es sei, das  hat mich geweckt. Diese Stimme hat mir gesagt, dass es dem guten Gott angenehmer ist, eine Seele der Sünde zu entreißen als alle Opfer. Ich war damals total zu Bußübungen entschieden.“ „Wir dachten, fügt Katharina nach diesen Worten hinzu, dass er sich vielleicht entschlossen hatte, sich irgendeiner großen Härte zu unterziehen, die seine Kräfte überfordert hätte und dass Gott durch diese außerordentliche Stimme ihn davon abzubringen suchte.“ °

2. Sonntag nach Weihnachten 2.01.2022 Lesejahr C

„Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott … Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Joh 1,1.11

„Das Wort Gottes ist nichts Geringes! Die ersten Worte unseres Herrn an seine Apostel waren: „Geht und lehrt“ ,damit wir sehen, dass die Lehre allem vorangeht.“ ° Pfr. von Ars

Fest der Heiligen Familie 26.12.2021 Lesejahr C

„Als seine Eltern ihn sahen, waren sie voll Staunen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Doch sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte.“ Lk 2,48ff

„Möge uns der Herr nur freudigen Opfersinn geben. Er beweist seine Liebe nie anders, als durch Leiden. Es scheint, dass er auf einem anderen Wege nicht mit uns zum Ziel zu kommen wusste: nur dieser Weg führt zum Himmel. Alles ist gut, wenn wir nur unser Kreuz gut tragen.“ °Pfr. von Ars

Weihnachten 2021 Lesejahr C

„Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ Lk 2,11ff

„Der Pfarrer von Ars gestand selbst, er habe von Natur aus einen heftigen Charakter gehabt, und er habe viele Gewalt anwenden müssen, um nicht auch bei Kleinigkeiten aufzubrausen. - Dann aber, wahrlich, hat er sicher viele Gewalt angewandt gehabt! Wir haben ihn doch, nicht einmal, sondern stets von der großen Menge drängen, stoßen, hin und her zerren sehen, und nie und nimmer haben wir auch nur die geringste Ungeduld, den geringsten Unwillen bei ihm bemerkt.“°

4.Adventssonntag 19.12.2021 Lesejahr C

„Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt.“ Lk 1,40f

„Es ist auch über allen Zweifel erhaben, dass Vianney Offenbarungen hatte. Die erste hatte er bei seiner Ankunft in der Pfarre; er hat sie einem Confrater anvertraut, um denselben in seiner Betrübnis zu ermuntern: „Als ich ankam, war ich voll Sorge und Furcht, ich ging weinend umher; als ich meine tränenfeuchten Blicke erhob, sah ich das Kreuz, welches am – Wege steht (er nannte den Ort); ich fiel davor auf die Kniee nieder und betete seufzend: da erschien mir die heilige Jungfrau und sagte zu mir: „Gehe vertrauensvoll zurück nach Ars; in kurzer Zeit wird man in Frankreich und in anderen Ländern von diesem Orte sprechen.“ Darauf verschwand sie.“…

3. Adventssonntag 12.12.2021 Lesejahr C

„In jener Zeit fragten die Leute Johannes den Täufer: Was sollen wir also tun? ..

Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“ (Lk 3, 10;16)

„Wir sollten es machen wie die Hirten, welche den Winter über auf dem Felde sind, – das Leben ist ein langer Winter! – Sie machen Feuer an; von Zeit zu Zeit suchen sie von allen Seiten Holz zusammen, um es zu unterhalten. Wenn wir, wie die Hirten, immer das Feuer der Liebe Gottes durch Gebete und gute Werke in unserem Herzen zu unterhalten wüssten, so würde es nicht erlöschen.“° Pfr. von Ars

2. Adventssonntag 5.12.2021 Lesejahr C

 

„Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und der Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias.“ Lk 3,1f

„Der Gute Gott wird jeden von uns an den Ort einfügen, der ihm zukommt, so wie ein Architekt die Steine in ein Gebäude einsetzt.“ °Pfr. von Ars

1.Adventsonntag 28.11.2021 Lesejahr C

 

„Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht wie eine Falle;“ Lk 21,34

„Ihr müsst das ganze Jahr hindurch sehr mühsame Arbeit leisten, die euch kaum Zeit zum Atemholen lässt, und oft hat es den Anschein, als ginget ihr daran zugrunde.

Christkönigssonntag 21.11.2021 Lesejahr B

„Bist du der König der Juden? Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus oder haben es dir andere über mich gesagt? Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude?“ Joh 18,33b-35

„Obwohl völlig  in Anspruch genommen durch den Gebets-, Belehrungs- und Leitungsdienst blieb der Pfarrer von Ars keinen äußeren Fragen gegenüber gleichgültig, die direkt oder indirekt  die religiöse und soziale Ordnung betrafen. Er hatte einen sehr klaren Einblick in eine Menge von Fragen, die oft auch für Fähigere unlösbar waren und die sich in seinem Denken immer unter dem Aspekt der Ehre Gottes und des Heils der Menschen lösen ließen.“ °

17. Sonntag im Jahreskreis 26.07.2020 Lesejahr A

„So wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten ihm: Ja.“ Mt 13,49ff

„Niemals ist jemand verdammt worden, weil er zu viel Böses getan hat …“°

Pfr. von Ars

Heute fragte auch uns der Herr, ob wir alles verstanden haben, was Er lehrt.  Die Betonung liegt auf „alles“. Sehr schnell waren die Jünger bereit, mit Ja zu antworten. Ebenso schnell sind auch wir oft zu diesem Ja bereit, ohne die volle Konsequenz zu erkennen, weil wir eben nur einen Teilaspekt der Lehre des Herrn wahrnehmen wollen oder können.  

Schon der Greis Simeon hat erkannt, dass sich an Jesus die Geister scheiden werden und jeder zur Entscheidung aufgerufen ist (Lk.2,34).

16. Sonntag im Jahreskreis 19.07.2020 Lesejahr A

„„Das sagten die Knechte zu ihm: sollen wir gehen und es (das Unkraut) ausreißen? Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt. Lass beides wachsen bis zur Ernte …Mt 13,28,ff

„Das Herz des Menschen wird auf Erden bis ans Ende eine Mischung von Gut und Böse, von Laster und Tugend, Licht und Finsternis, von gutem Samen und Unkraut bleiben.“ °Pfr. von Ars

Schwierig ist der Umgang mit dem Bösen in unserem Leben und in unserer Umgebung. Gerne würden wir es ausreißen, so wie die Knechte im heutigen Evangelium es wollten.  Doch  da steht ein großes Nein des Herrn dagegen. Aber oft fällt es uns schwer, dieses Nein zu begreifen. Es wäre doch so schön, wenn wir im Frieden und im guten Miteinander leben könnten, dem Herrn zur Ehre, so unsere Vorstellung.