Gründonnerstag 1.04.2021 Lesejahr B

 

„Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.“ Joh 13, 3f

Palmsonntag 28.03.2021 Lesejahr B

 

„Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf – wie es in der Schrift heißt: Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt; er sitzt auf dem Fohlen einer Eselin.“ Joh 12,14f

Die Demut, die Königin der göttlichen Tugenden… war für Vianney wahrhaft Meisterin seines Lebens und seiner Vollkommenheit. Sie warf ihren Glanz über seine ganze Persönlichkeit. Ségur, der ihn im Jahre 1858 aufsuchte, war der Meinung, diese Tugend allein würde genügen, ihn zur Ehre der Altäre zu erheben.

Als der erblindete Prälat ins Schloss zurückkehrte, … konnte er sich über die Demut des Pfarrers von Ars nicht genug tun. „Sie kam ihm wie ein wahres Wunder vor“, berichtet die Gräfin des Garets, „inmitten dieses gewaltigen Andranges, der für den guten Pfarrer eine ununterbrochene Versuchung zur Eigenliebe sein musste.“°

5. Fastensonntag (Passionssonntag) 21.03.2021 Lesejahr B

 

„Herr, wir möchten Jesus sehen.“ Joh 12,21

„ Wenn ihr Gottes suchet, werdet ihr ihn finden.“ °Pfr. von Ars

Gott sehen, das ist wohl die tiefste Sehnsucht des Menschen Herz, selbst wenn es ihm nicht bewusst ist. Allein in der Anschauung Gottes erwarten wir die Erfüllung aller unserer Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche.

4. Fastensonntag 14.03.2021 Lesejahr B

 

„Denn darin besteht das Gericht: Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.“ Joh 3,19f

„Der Herr Pfarrer war in seinen eigenen Augen so klein, so nichtig und unbedeutend, dass es dem Heiligen Geist gefallen hat, diese Leere mit einer Überfülle von wunderbarem Licht auszufüllen.“ °

3. Fastensonntag 7.03.2021 Lesejahr B

 

„Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.“ Joh 2,16f

Eines Tages bekam der gute Pfarrer Besuch von einem berühmten Dichter, welchen die Neugierde angezogen hatte. „Herr Pfarrer, sagte dieser beim Abschiede, ich habe Gott nie so nah gesehen.“ „Ja, wahrlich, antwortete der Pfarrer, er ist nicht fern,“ und zeigte dabei auf den Tabernakel. °

2. Fastensonntag 28.02.2021 Lesejahr B

 

„Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.“ Mk 9,10

„Für dich, teurer und verehrter Pfarrer, ist die Versuchung beendigt. Keine Furcht mehr. Wir vertrauen darauf, du bist bereits eingegangen in die Freude, die Ruhe und den Frieden … Du bist hineingegangen durch jene Mutter der Barmherzigkeit, die du so sehr geliebt und deren Namen du trägst … O, wache doch, wache stets von diesem Aufenthalt der Glorie und des Glückes herab über uns! Israels Wagen und Wagenlenker, lass uns zurück deinen doppelten Geist, den der Ergebenheit in den Dienst des Herrn, und den der gemäßigten, durch Vertrauen und Liebe beherrschten Furcht! … Lass ihn zurück dem Bischofe, so traurig und so glücklich zugleich, in diesem Augenblicke von dir zu reden.“° Mgr. de Langalerie, Bischof von Belley

1. Fastensonntag 21.02.2021 Lesejahr B

 

„Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.“ Mk 1,13

„Warum… haben wir einen solchen Widerwillen gegen die Buße und einen so geringen Schmerz über unsere Sünden?  O weh! … das kommt daher, weil wir weder die Beleidigungen kennen, die die Sünde Jesus Christus verursacht hat, noch die Übel, die sie uns für die Ewigkeit bereitet.“° Pfr. von Ars

6. Sonntag im Jahreskreis 14.02.2021 Lesejahr B

 

„Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf.“ Mk 1,45

„Lassen wir die Kinder der Welt reden. Leider sind sie nur allzu blind. Es gibt heute genauso Ungläubige, wie es Ungläubige zur Zeit unseres Herrn gegeben hat. Jesus heilte in Judäa die Kranken, trieb die Teufel aus, weckte Tote zum Leben, und doch glaubten viele nicht an ihn. Er würde heute die gleichen Wunder unter uns wirken, das es auch heute noch Ungläubige gibt.“°

5. Sonntag im Jahreskreis 7.02.2021 Lesejahr B

 

„Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen.“  Mk1,37f

„Nein, nein,“ sagt Vianney wieder; „Sie müssen in diesem Zustande bleiben. So sind Sie für ihre Kongregation nützlicher; Sie tun so mehr Gutes und retten mehr Seelen…. Gott bedarf keines Menschen, … Man muss die Dinge in Gott betrachten; man muss in die Ratschläge Gottes eingehen. “ ° Pfr. von Ars

4. Sonntag im Jahreskreis 31.01.2021 Lesejahr B

 

„Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle und einer fragte den anderen: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.“ Mk 1, 25ff

„Schon lange,“ sagte er zu mir, „habe ich Gott um diese Gnade gebeten, und endlich hat er mich erhört. – Ich denke, diesmal bin ich doch der Ärmste meiner Pfarre. Alle haben ihr Bett, und ich habe, Gott sei Dank! keins mehr.“ – … – „Aber Herr Pfarrer!“ sagte ich in einem Tone, dass er nur Mitleid zu finden meinte, wo ich doch nur Bewunderung besaß. – „O!“ erwiderte er, hier ist weniger Unglück, als wär‘ auch nur die kleinste Sünde!“ °

3. Sonntag im Jahreskreis 24.01.2021 Lesejahr B

 

„Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Mk 1,14f

„Die Schmerzen sind nicht das Schlimmste“, bemerkte ihr Vianney, „die Seele müsste man heilen. Ihre Aufgabe hat erst begonnen.“ Frau Chamonard schied von Ars „mit einem Gefühl der Bewunderung und eigentümlich gestärkt“. Sie trug „die unerschütterlichste Zuversicht mit nach Hause“. Vier Jahre später starb ihr Gatte, mit Gott versöhnt.“°

2. Sonntag im Jahreskreis 17.01.2021 Lesejahr B

 

„Andreas… traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden – d. h. übersetzt: Christus – der Gesalbte. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.“ Joh 1,40ff

„Beide (d.h. Massiat und sein Freund) stellten sich nun der Sakristei gegenüber; alsbald trat Vianney im  Meßgewande aus derselben, und sein Blick fiel beim Heraustreten auf Herrn Massiat; beider Blicke begegneten sich. Massiat versichert, dass dieser E i n e  Blick ihn bis auf den Grund des Herzens getroffen habe; unwillkürlich verneigte er sich und bedeckte sein Antlitz mit beiden Händen.“ °

Taufe des Herrn 10.01.2021 Lesejahr B

 

„In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;“ Mk 1,7

„Nein, es gibt auf der Welt nichts Unglücklicheres als einen Priester. Womit verbringt er sein Leben? Zu sehen, wie der gute Gott beleidigt wird. Immer wird sein heiliger Name gelästert! Immer seine Gebote verletzt! Immer seine Liebe verschmäht! Der Priester sieht nur das, er hört nur davon….  

Erscheinung des Herrn 2021 Lesejahr B

Erscheinung des Herrn 2021 Lesejahr B

„Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm.“ Mt 2,10f

„Glücklicher Tag für uns, meine Brüder, ein für immer denkwürdiger Tag, an dem die Barmherzigkeit unseres Erlösers uns aus der Dunkelheit des Götzendienstes herausgezogen hat zur Berufung des Glaubens in der Person der Magier, die aus dem Orient kommen, um den Messias anzubeten und in ihm ihren Gott und Erlöser in unserem Namen zu erkennen. Ja, meine Brüder, sie sind unsere Väter und unser Vorbild im Glauben. Glücklich, wenn wir sie  treu nachahmen und ihnen folgen!
Oh! rief hingerissen von Liebe und Dankbarkeit der heilige Papst Leo aus: Engel der himmlischen Stadt, leiht uns eure Flammen der Liebe, um Gott zu danken für die Barmherzigkeit unserer Berufung zum Christentum und zum ewigen Heil.“° Pfr. von Ars

2. Sonntag nach Weihnachten 3.01.2021 Lesejahr B

 

„Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes werden,“ Joh 1,11f

„Seht doch, .. der Herr des Universums, der König des Himmels und der Erde, verachtet, verworfen von den Menschen, für die er kommt, um sein Leben zu ihrer Rettung zu geben!... Welches Glück für uns, …vor unseren Augen ein so schönes Vorbild zu haben, dem wir ohne Furcht vor Täuschung folgen können.“ ° Pfr. von Ars

Neujahr 2021 - Hochfest der Gottesmutter Maria Lesejahr B

 

„In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.“ Lk 2,16

„.. Jesus Christus kommt, um  durch tiefste Demut in seiner Geburt zu kämpfen. Er will nicht nur von seinem himmlischen Vater abhängig sein und ihm in allen gehorchen, sondern auch den Menschen gehorchen und gewissermaßen von ihrem Willen abhängig sein… zum Trost der Armen, wenn sie in einer Krippe ihren Gott und Erlöser gebettet auf einer Hand voll Stroh sehen.“ Pfr. von Ars

Fest der Heiligen Familie 27.12.2020 Lesejahr B

Fest der Heiligen Familie  27.12.2020 Lesejahr B

„Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden… Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.“ Lk 2,33; 39

„Ja, als Christen … müssen wir uns gegenseitig zu unserer Rettung helfen, weil wir Kinder desselben Vaters sind und dazu bestimmt sind, in den Himmel zu kommen und dort zu herrschen… Denkt daran, welche Sorgen und Vorkehrungen Väter und Mütter treffen müssen, um die Seelen ihrer armen Kinder zu retten, die einen Teil ihrer selbst sind und die ihnen der gute Gott anvertraut hat wie einen Schatz, für den er eines Tages furchterregende Rechenschaft von ihnen verlangt.“ °Pfr. von Ars

Weihnachten 2020 –Am Heiligen Abend- Lesejahr B

 

„Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte den Isaak… Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird.“ Mt1,1f;16

„Adam geht es immer zu gut.“ ° Pfr. von Ars

4. Adventssonntag 20.12.2020 Lesejahr B

 

„Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Das sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“ Lk 1,29f

‚Es ist traditioneller Glaube der Gegend, dass sich die Errichtung dieser Kapelle (hl. Johannes Baptist) an eine wunderbare Begebenheit knüpfte, die sich in den ersten Jahren seines Pfarramtes in Ars zugetragen. Eines Tages, so erzählt man, erschien ihm während der heiligen Messe an der Evangelienseite der heil. Vorläufer, und sagte ihm, er wolle in dieser Kirche besonders verehrt werden, und auf seine Fürbitte würden viele Sünder sich zu ihrem Gott bekehren….  „Wenn ihr müsstet, was in dieser Kapelle geschehen, so würdet ihr keinen Fuß hineinzusetzen wagen..“ °

3. Adventssonntag 13.12.2020 Lesejahr B

 

„Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, es sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.“

„Der Sünder erzählte, dass er das Haupt des Pfarrers von Ars von Licht umflossen gesehen habe.“ °

2. Adventssonntag 6.12.2020 Lesejahr B

 

„Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.“ Mk 1,6f

„Täglich müsste man beten: Mein Gott, schicke mir deinen Geist, der mich erkennen lässt, was ich bin und wer du bist!“°  Pfr. von Ars

1.Adventssonntag 29.11.2020 Lesejahr B

 

„Was sich aber euch sage, dass sage ich allen: seid wachsam!“ Mk 13,37

„Da er vor sich so vernichtet war und klein in seinen Augen, gefiel es dem Heiligen Geist, diese Leere mit sich selbst zu erfüllen durch überfließende Erleuchtungen und Gnaden. Dies erregte die Bewunderung der vielen Pilger, die aus allen Ländern zusammenströmten.“°

Cath. Lassagne über den hl. Pfarrer von Ars