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Archiv - Geistliche Impulse

Jubiläumsjahr 2009 in Ars

Neujahr 2010

Weihnachten 2009

Leiden aus Liebe

Die Aufgaben der Gläubigen gegenüber den Priestern

Gebet für die Priester

Segen der hl. Kommunion

Gegen die Verzweiflung

Kinder malen für ihre Priester

Schönheit des Todes

Erholung im Herrn

Gottes Liebe

Weg zur Heiligkeit

Aussprüche des heiligen Pfarrers von Ars zum Priestersein

Wirken des Heiligen Geistes

Die reine Liebe

 Das einzige Glück auf Erden

Ostern 2009

Ermutigung in Versuchungen

Osterbeichte

Impuls zur Fastenzeit

Priester auf Erden

Jean-Marie Baptist Vianney

Trost bei Überlastung durch Arbeit

 

 

Jubiläumsjahr 2009 in Ars

Am 1. November 2009 wurde die Heilige Pforte anlässlich des  Jubiläumsjahres  in Ars geschlossen, eine Tür- offen für die Gnade.
Der Rektor des Wallfahrtsortes P. Jean-Philippe Nault betont, dass die eigentliche Tür zum Leben Jesus Christus selbst ist. Schlüsselworte für dieses Jubiläumsjahr waren: Danksagung, Umkehr, Begegnung mit Christus in der Wahrheit. Er ist der Weg der Heiligkeit.
Am 150. Todestag des hl. Pfarrers von Ars, dem 4. August 2009, feierten  500 Konzelebranten, 18 Bischöfe und 3 Kardinäle mit 6000 Gläubigen die hl. Messe.
      An den internationalen Priesterexerzitien  im September 2009 unter der Leitung von Kardinal Schönborn Wien haben 1200 Priester aus 76 Ländern teilgenommen.
Mit Dankbarkeit sehen wir, dass der Pfarrer von Ars jetzt seinen universellen Dienst für die Priester, Gläubigen, ja für die Erneuerung der ganzen Kirche entfaltet. In diesen Gnadenstrom sind wir mit unserer kleinen Gebetsgemeinschaft mit eingeschlossen.
12.01.2010

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Neujahr 2010

 

"Die Seele kann sich nur von Gott ernähren. Es gibt nichts, das ihr genügt; es gibt nichts außer Gott, das sie erfüllen, es gibt nichts außer Gott, das ihren Hunger stillen kann; sie muss notwendig ihren Gott haben!"
Pfarrer von Ars

Unsere Priester führen uns immer wieder neu zu Gott und bringen uns Gott in ihrer priesterlichen Vollmacht- oftmals unter großen Anfechtungen, Mühen und Enttäuschungen- Beten wir  voller Dankbarkeit für sie und füreinander, dass unser Herz immer mehr allein von Gott erfüllt werde.
1.01.2010 ih

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Weihnachten  2009

„Wir sind beim Geheimnis der Menschwerdung: ein Gott, der immer gewesen ist und der einen Leib annehmen will, um geboren zu werden, das ist unbegreiflich. Alles in unserer Religion ist ein Geheimnis, und selbst in der Natur wie viele Geheimnisse noch. Oh! Wenn wir die Liebe eines Gottes in der Menschwerdung begreifen könnten! Alles Große an Gott ist verborgen im Leib eines Kindes. Er ist in der Krippe fast wie in der Eucharistie; er hat nur etwas mehr Bewegung; ein Gott Nahrung des Menschen geworden; der Mensch gerufen nur um eins zu sein mit seinem Gott, das ist der Himmel auf Erden. Ich weiß nicht, ob man Größeres wünschen könnte, selbst im Himmel!“*

Aus diesem kurzen Text ist deutlich zu spüren, wie überwältigt der Pfarrer von Ars vom Geheimnis der Menschwerdung ist, das für ihn eins ist mit dem Mysterium der Eucharistie. Lassen wir uns an Weihnachten vom hl. Jean Marie Vianney mit hineinnehmen in die Freude über Gottes Gegenwart in uns.
                                                                                                     20.12.2009 ih

*Pfarrer von Ars aus "Ce que prêchait le Curé d’Ars" von Mgr René Fourrey S.39f, übersetzt von Inge Hagn

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Leiden aus Liebe

"Wenn wir Gott liebten..., wären wir glücklich, aus Liebe zu dem zu leiden, der für uns leiden wollte."
 26.11.2009                     Pfarrer von Ars  Nodet, S.219


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Die Aufgaben der Gläubigen gegenüber den Priestern 

„Manche haben die Angewohnheit immer schlecht von den Priestern zu sprechen und sie gering zu schätzen. Passt auf, meine Kinder, da sie die Stellvertreter Gottes sind, fällt alles, was ihr sagt, auf Gott selbst zurück; es wäre besser, für sie beten. Manche beten niemals für ihre Hirten; das ist sehr undankbar. Der Priester dagegen bittet unaufhörlich für euch den Guten Gott, der seiner Stimme gehorcht, wenn er das göttliche Opfer darbringt, der Unseren Herrn in seinen Händen hält, der von ihm die Bekehrung oder die Beharrlichkeit für eine Seele erbittet; sie muss sehr verhärtet sein, wenn sie nicht ihre Umkehr erlangt. Schaut darauf, wie sehr ihr daran interessiert seid, den Guten Gott für sie zu bitten; je heiliger sie sind, desto mehr Gnaden erhalten sie für euch, vor allem werden an jedem Quatember Priester geweiht werden.
Man muss gut beten, damit der Gute Gott euch gute Priester gibt; wenn sie heilig sind, wie viel Gutes können sie tun! Aber wie auch immer sie sind, redet niemals Schlechtes über sie. Der, den ihr geringschätzt, wird vielleicht derjenige sein, der euch die Absolution vor dem Tod gibt oder aber es könnte auch sein, dass ihr in der Todesstunde ihres Dienstes beraubt seid.“
Pfarrer von Ars
aus „Ce que prêchait le Curé d’Ars, Mgr René Fourrey, Présentation du Père J.-Ph. Nault, Recteur du Sanctuaire d’Ars, 2009,S.87f,
übersetzt von Inge Hagn  10.11.2009

 

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Gebet für die Priester

"Inständig bat er seine Pfarrkinder, für die Priester zu beten."  (Nodet S.124

Gerade in diesen Tagen beten besonders viele Gläubige anlässlich des Priesterjahres in fünf Diözesen Deutschlands rund um die Uhr 30 Tage lang um Priesterberufungen und für die Priester. Das innige und regelmäßige Gebet für Priester schenkt die große Gnade, im Herzen Anteil zu haben an den Leiden unseres Herrn an und mit unserer Kirche, aber gleichzeitig auch immer mehr die Liebe des Herrn zu erkennen, die er uns ständig schenkt, gerade auch durch unsere Priester. Der hl. Pfarrer von Ars kam immer wieder auf die Größe und die Last des priesterlichen Amtes zurück. Im Gebet für und mit den Priestern sind wir mitten im Herzen der Kirche, im Herzen des Herrn.
11.10.2009 ih


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Segen der hl. Kommunion

"In seinem irdischen Leben ist Jesus Christus niemals irgendwo vorübergegangen, ohne seinen Segen im Überfluss zu spenden. Wie groß und kostbar müssen doch die Gaben sein, die diejenigen empfangen, die er bei der heiligen Kommunion besucht!"
(aus "ma retraite avec le saint curé d'ars" von Monseigneur Convert, 1998)

Die Worte des Pfarrers von Ars scheinen nur bereits Bekanntes zu wiederholen. Und doch waren sie so voller Kraft und Vollmacht, dass sie die Herzen der Gläubigen bewegt haben. Es war sein tiefer, lebendiger
Glaube, der Berge versetzte, die Gewöhnung an das Heiligste aufbrach und so immer neu die Herzen in Liebe zum Herrn entzünden konnte, dessen Freigebigkeit, Güte und Liebe wir eine ganze Ewigkeit nicht erfassen können. Erbitten wir in diesem Priesterjahr vom Pfarrer von Ars seinen lebendigen Glauben.
21.09.2009   ih

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Gegen die Verzweiflung

"Ich habe kein anderes Mittel gegen diese Versuchung zur Verzweiflung, als mich vor die Füße Jesu im Tabernakel zu werfen, wie ein kleiner Hund sich vor die Füße seines Herrn hinwirft" (Nodet S. 248).
Nach der Urlaubszeit warten wieder viefältige Aufgaben, die bis über die Grenze des Zumutbaren gehen können. In diesem Jahr, in dem wir besonders intensiv auf den hl. Pfarrer von Ars schauen, können wir manchmal geradezu vor der Größe dieses Priesters erschrecken mit der Versuchung zur Mutlosigkeit. Aber auch Jean Marie Vianney erlebte schmerzlich seine Schwachheit und seine Grenzen bis an den Rand der Verzweiflung, wie aus dem neu eingestellten Bericht der ersten Leiterin der Providence und seiner späteren Haushälterin Catherine Lassagne über seinen Fluchtversuch dramatisch deutlich wird (s. Textsammlung vom 6.09.09). Und doch wirkte der Herr gerade in diesem Menschen, der sich seiner Schwachheit bewusst war und alles von Ihm allein erwartete. Der Pfarrer von Ars ist also am Beginn der neuen Arbeitsperiode ein sehr geeigneter Begleiter in allen schier unlösbaren Situationen.
7.09.09 ih

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Kinder malen für ihre Priester

 

Es gehört zur Berufungsgeschichte des Heiligen Pfarrer von Ars, dass er sich bereits in seiner Kindheit intensiv mit dem Priestertum auseinandersetzte.
Immer wieder zog er sich betend beim Tiere - Hüten zurück, formte aus Lehm kleine Heiligenfiguren und phantasierte sich in priesterliche Aufgaben hinein.
Später als Pfarrer wusste er um die tiefe Frömmigkeit und um die Kraft des Gebets der Kinderseelen. Er suchte stets Kontakt mit ihnen, leitete sie zum Gebet an und empfahl sich und seine Werke ihrem kindlichen Gebet.

Nachdem ich erfahren hatte, wie begeistert Isabel in diesem Jahr Primizbraut bei einem Neupriester war und ihm ein Bild gemalt hatte, bat ich sie, auch mir ein "Priestermutmachbild" zu malen.
Dabei sind folgende drei Bilder entstanden:

Bild 1: "Ich will dich segnen"

Dazu schreibt sie selber: "Maria lässt einen Weg bauen. Der Pfarrer fragt sich und sieht den Weg.
Der Teufel will ihn ins Verderben bringen. Gott ruft den Pfarrer zu sich. Maria zeigt ihm den Weg.
Ein Bach führt durchs Tal. Der Weg zum Teufel führt durch die Wüste.
Der Weg zu Gott ist voller Leben."

Dieses Bild ist für mich eine wunderschöne Illustration des Psalm 1 auf unsere priesterliche Berufung hin gedeutet!

Bild 2: "Komm her, ich will dich segnen!"

Es greift nochmals dasselbe Motiv wie Bild 1 auf und zeigt ein paar "Versuchungsorte", die vom rechten Weg ablenken.

Mich bewegt: wie Kinder unsere Gefährdungen deutlich wahrnehmen, die wir selbst oft gar nicht mehr als solche sehen...

Bild 3: "Das Herz des Priesters"

Auf dessen Rückseite schreibt sie: "Wo Liebe ist, kann keine Sünde hin".

Dieses Bild berührt mich besonders, denn es fragt mich an, wovon mein Herz voll ist.
Stelle ich Jesus wirklich in die Mitte?....

Mit diesen Bildern möchte ich all jene einladen, die diese Seite aufrufen, Kinder darum zu bitten, für ihren Pfarrer ein Bild zu machen, das ihm Mutmachen soll in diesem Jahr der Priester.
Vielleicht sogar als Gemeinschaftwerk zusammen mit andern Kindern.

Und ich bitte heute am 150.Todestag des Heiligen Jean Baptist Marie Vianney ihn um seinen besonderen Segen für alle Kinder, die diese Einladung aufgreifen, sowie für die Priester, denen sie ihr Bild malen.

Msgr. Heinrich-Maria Burkard, Rottenburg  4.08.2009

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Schönheit des Todes

 

"Der Tod ist die Vereinigung der Seele mit Gott." Pfarrer von Ars,
Nodet S. 286

Zeignis: Er hat mir öfters gesagt. dass er ein Buch über die Schönheiten des Todes schreiben wolle.                         Nodet S. 287

Viele Tabus sind gebrochen worden. Bei Beerdigungen fällt auf, dass über den Tod zu sprechen heute sehr schwer fällt, vielleicht weil unser Blick zu sehr auf das Gelingen des irdischen Lebens gerichtet ist. Gehen wir doch- besonders heute am 150. Jahrestag -  beim Pfarrer von Ars in die Glaubensschule und lassen unseren Blick von ihm auf den Himmel lenken, dessen Schönheiten er ersehnt , erahnt, verkündet...Lassen wir uns von seiner Begeisterung und seiner Sehnsucht nach dem Himmel neu entflammen! Auch auf jeden von uns wartet  der liebende Gott mit einer Sehnsucht, die unser eigenes Verlangen weit übertrifft, eben weil es eine göttliche Sehnsucht ist. Bevor wir nach Gott Ausschau halten, blickt er in Liebe und Erwartung auf uns, bereit uns alles zu schenken, damit wir den Weg zu ihm gehen können. Heute gibt er uns den hl. Pfarrer von Ars in besonderer Weise wiederum als Wegbegleiter. Danken wir daher aus ganzem Herzen dem Herrn!
ih  4.08.2009


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Erholung im Herrn 

 

Im Hause meines Vaters war ich gar glücklich, wenn ich meine Schafe und meinen Esel auf die Weide führte; da hatte ich Zeit zum lieben Gott zu beten, zu betrachten, mich um meine Seele zu kümmern. In den Pausen während der Feldarbeit, tat ich, als ruhte ich mich aus und schliefe wie die andern und betete zu Gott aus ganzem Herzen; das waren gute Zeiten und wie glücklich war ich da!  (Pfarrer von Ars, Nodet S. 108f)

Diese Freude und Erholung im Gebet und in der Schöpfung schenke der Herr uns allen  in der kommenden Ferienzeit, damit die Verbindung mit dem Herrn immer intensiver werden kann.
ih 31.07.2009


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Gottes Liebe


Unser Herr ist auf der Erde wie eine Mutter, die ihr Kind auf dem Arm trägt. Das Kind ist böse, beißt und kratzt sie, aber die Mutter macht kein Aufhebens davon. Sie weiß, wenn sie es loslässt, wird es fallen, es kann ja nicht alleine laufen. Seht, wie unser Herr ist: Er erträgt unser böses Benehmen und alle unsere Anmaßungen; er vergibt uns alle unsere Dummheiten und hat Erbarmen mit uns trotzdem.
Pfarrer von Ars  (Gérard Rossé S.56)




Weg zur Heiligkeit

Die Heiligkeit besteht nicht in diesen und jenen Übungen und Leistungen;
sie besteht in einer Verfassung des Herzens, die uns klein und demütig in den Armen Gottes werden lässt,wissend um unsere Schwäche und bis zur Verwegenheit auf seine Vatergüte vertrauend.
Hl. Therese von Lisieux

29.06.2009

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Aussprüche des heiligen Pfarrers von Ars zum Priestersein

· „Das was uns Priester daran hindert, heiligmäßig zu sein, ist die fehlende Reflexion:
wir gehen nicht wirklich in uns, - wir wissen nicht wirklich, was wir tun.
Was wir brauchen ist die Reflexion, das innere Gebet, die Einigung mit Gott!

Monnin II 273

· „Ach, wie sind die armen Pfarrer zu beklagen, deren Pfarrhäuser mit Möbeln wie in den Palästen geschmückt sind, während ihre Kirchen so armselig sind...“

Tailhaides P.O. 1517

· « Haltet euch an dem fest, wo ihr gerade seid – seht, das ist eure Berufung ! »

Monnin I 73

· „Betrübt euch nicht, betet, hofft und wartet auf den Zeitpunkt, den der Herr bereits markiert hat: er wird kommen, daran zweifelt nicht!“

Oriol, P.V. 59

Zeugnisse von Zeugen beim Seligsprechungsprozess zum Thema Priestertum[1]

Abbé Toccanier (Vikar in Ars):

“Er (JMBV) sagte: “Würde man den Priester (wirklich) verstehen, dann würde man aus Liebe für unsern Herrn -  ihn sehend - sterben; oft kam er in seinen Unterredungen und Katechesen auf diesen Gesprächsgegenstand zu sprechen.“

(Il disait que si on comprenait le pretre, on mourrait d’amour pour Notre-Seigneur en le voyant ; et il revient souvent sur ce sujet dans les conversations et ses catechismes.)

Jean Pertinand (Lehrer)

„Oft sprach er von den Wohltaten, welche die Gläubigen auf Grund des Dienstes der Priester empfangen. Ständig legte er seinen Pfarrangehörigen ans Herz, für die Priester zu beten. Ständig sagte er: „Wenn die Priester sehr von der Größe ihres Dienstes durchdrungen wären,


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[1] Übersetzt aus Bernard Nodet, Le Curé d’Ars par ceux qui l’ont connu 2009, S. 139f

17.06.2009

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Wirken des Heiligen Geistes
 

Ohne den Heiligen Geist sind wir wie ein Stein am Weg...Nehmt in die eine Hand einen Schwamm, getränkt voll Wasser, und in die andere einen kleinen Kieselstein. Presst beide zusammen. Aus dem Kieselstein wird nichts herauskommen, aus dem Schwamm dagegen Wasser im Überfluss. Der Schwamm ist die vom Heiligen Geist erfüllte Seele. Der Kieselstein ist das kalte und harte Herz, in dem der Heilige Geist nicht wohnt.
                                     (Pfarrer von Ars, Nodet S. 64)

Wenn man fühlt, dass man im Eifer nachlässt, muss man rasch eine Novene zum Heiligen Geist um Glaube und Liebe machen.
14.05.2009                        (Pfarrer von Ars, Nodet S.67)

 

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Die reine Liebe

 

Gott lieben heißt nicht nur, ihm mit dem Munde sagen: Mein Gott, ich liebe dich. Gott lieben aus ganzem herzen, aus ganzer Seele, aus allen Kräften, heißt, ihm überall den ersten Platz einräumen, es heißt bereit sein, eher seine Güter, seine Ehre, ja sogar sein Leben zu verlieren als ihn zu beleidigen. Gott lieben heißt, nichts anderes so lieben wie ihn - nichts lieben, was mit ihm nicht in Einklang wäre, nichts, was unser Herz von ihm trennt.
27.04.2009                                      Pfarrer von Ars (Nodet S. 90)

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Das einzige Glück auf Erden

O Jesus, dich erkennen heißt, dich lieben!... Wenn wir wüssten, wie sehr unser Herr uns liebt, würden wir vor Wonne sterben! Ich glaube nicht, dass Herzen so hart sein könnten, um nicht zu lieben, wenn sie sich so sehr geliebt sehen... Die Liebe ist etwas so Schönes! Sie ist ein Ausfluss des Herzens Jesu, das ganz Liebe ist...Das einzige Glück, das wir auf Erden haben, besteht darin, Gott zu lieben und sich von ihm geliebt zu wissen.
22.04.2009

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Ostern 2009


Am Fuß des Ölberges in Jerusalem, liegt ein russisches Schwesternkloster, das den Namen der hl. Maria Magdalena trägt. Wer die mit Goldkuppeln gekrönte Klosterkirche betritt, entdeckt über der Ikonostase – eine in ostkirchlichen Gotteshäusern übliche Bilderwand – eine faszinierende Darstellung. Es zeigt Maria Magdalena, die einer Legende nach vor dem Richterstuhl des römischen Kaisers steht und dort für ihren Glauben an den auferstandenen Herrn Zeugnis ablegt. Sie tut es nicht hochtheologisch, sondern – wie es auch Jesus stets getan hat – mit einem Gegenstand aus dem Alltag. Sie hält ein Ei in der Hand und erklärt dem Kaiser: „Wenn aus diesem Ei Leben hervorbrechen kann, warum sollte dann nicht aus dem Stein des Grabes Leben hervorgehen?“
Mit dem Ei in der Hand bezeugt sie den, der ihr am Ostermorgen am leeren Grab erschienen ist, ein Zeugnis, für das sie mit ihrem Leben einstehen musste.
Und das ist das Osterzeugnis, das diese Welt noch annimmt: nicht die Argumente, die hat man damals Maria Magdalena auch nicht geglaubt (wiewohl ein geistiges Durchdringen der Wahrheit unseres Glaubens notwendig ist!). Aber was die Welt braucht, sind Menschen, die aus der Kraft leben, die der Glaube an die Auferstehung des Herrn gibt, eine Kraft, die durch nichts zu brechen ist, was uns im Leben an Widrigem begegnen mag. Eine Kraft aber auch, die uns die Angst nimmt vor dem, was uns am meisten ängstigt und bedroht: der Tod.
Joseph Ratzinger hat als Kardinal einmal in einer Predigt in seiner bayerischen Heimat gesagt, dass für ihn der überzeugendste „Glaubensbeweis“ für die Existenz Gottes sei, wenn er tief glaubenden Menschen begegne.
Maria, die als einzige nie wankend geworden ist im Vertrauen auf ihren göttlichen Sohn, möge uns echte Osterfreude erbitten, die sich im Alltag in großer Treue und Hingabe an den lebendigen Sohn Gottes auswirkt.

7.04.2009   Pfarrer Walter Böhmer

 

 

Ermutigung in Versuchungen

 
„ Lass dich durch Versuchungen nicht verwirren und noch weniger entmutigen. Gott erlaubt sie zu unserem Besten. Die gefährlichste Versuchung ist, keine Versuchung zu haben. Man darf sich sogar glücklich schätzen, wenn man versucht wird; denn da können wir viel für den Himmel gewinnen. Es ist wie zur Zeit der Ernte: Man steht am frühen Morgen auf, man hat viel Mühe und Arbeit, aber man beklagt sich nicht, weil man viel einheimsen kann."
                                                         Pfarrer von Ars
31.01.2009

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Osterbeichte

" Aber sagt mir, was will dieses Wort Ostern sagen?- Sie wissen es nicht, mein Freund? Nun gut hören Sie gut zu und Sie werden es wissen. Es bedeutet Übergang, das heißt Herauskommen aus dem Tod der Sünde und  Hinübergehen in das Leben der Gnade."
Pfarrer von Ars, Predigt über die Osterbeichte

Trotz intensiver Suche nach einer Predigt oder einem Gedanken zur Auferstehung Christi konnte- auch nach Rückfrage bei der Priestergemeinschaft in Ars- kein Text gefunden werden.Für den Pfarrer von Ars geschieht Auferstehung im Herzen des Menschen in einer vollkommenen Umkehr zu einem Leben in der Gnade d.h. im Herrn.
Jesus Christus hat vor seinem Tod zu großen Volksscharen gesprochen, nach seiner Auferstehung führt  er behutsam den einzelnen Menschen zum Glauben an dieses Geheimnis unserer Erlösung. Dies war auch der Weg des hl. Pfarrers von Ars, wenn er viele Stunden täglich im Beichstuhl verbracht hat, um den Einzelnen mit Gott zu versöhnen. So ist wohl auch unsere Aufgabe zu verstehen: für den Menschen, mit dem wir gerade zu tun haben, die Liebe Gottes erfahrbar werden zu lassen. Dies aber kann nur der Herr allein in uns und durch uns vollbringen.
21.03.2009    ih

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Impuls zur Fastenzeit

"O wie ich diese kleinen Abtötungen liebe, die von niemandem gesehen werden; eine Viertelstunde früher aufzustehen, einen kleinen Augenblick aufzustehen, um in der Nacht zu beten; aber wie viele gibt es, die nur daran denken, zu schlafen."

Es war für ihn jeden Morgen ein arger Kampf, vor Tagesanbruch aufzustehen. Mit dem größten Widerwillen ging er in die Kirche, um sein mühseliges Amt auszuüben.
Nodet, Jean Marie VianneyCuré d'Ars, S. 238f

Von sich selbst hat der Pfarrer von Ars alles verlangt - über die Grenzen seiner Natur hinaus, von anderen erwartet er nur kleinste Verzichte. Erbitten wir in dieser Fastenzeit füreinander auf die Fürsprache des hl. Pfarrers von Ars vom Herrn dieses Maß der Gottes- und Nächstenliebe.
7.03.2009                  ih

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Priester auf Erden

„Wenn man den Priester auf Erden recht begriffe, würde man, nicht aus Schrecken. sondern aus Liebe sterben“ ( Nodet: Jean-Marie Vianney Pfarrer von Ars, 1959, S. 120)
Der Pfarrer von Ars hat durch seinen priesterlichen Dienst die Tiefe, Schönheit und Last dieses Amtes immer intensiver erfahren. Wenn er sagt: „Das Priestertum , es ist die Liebe des Herzens Jesu,“ (Nodet, S. 120), können wir ahnen, wie sehr er eins geworden ist mit dem Herzen Jesu, eins geworden mit der erbarmenden Liebe Gottes, die in ganz besonderer Weise durch den Priester geschenkt wird. Die Liebe Jesu fließt aus seinem durchbohrten Herzen, aus seiner Herzenswunde. In den Schmerz des Durchbohrt- werdens ist auch der Priester hineingenommen, was für Menschen zutiefst nicht zu erfassen und nicht auszuhalten ist. Allein aus Gnade und im Vertrauen auf Ihn ist priesterlicher Dienst eben doch möglich. Danken wir dem Herrn für das große Geschenk des Priestertums und empfehlen wir alle Priester dem durchbohrten Herzen Jesu.
30.11.08     ih

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Jean- Marie Baptist Vianney

„Jean-Marie Baptist Vianney“  So unterschrieb der Pfarrer von Ars seit seiner Firmung bis zu seinem Tod. Jean-Marie war sein Taufname. Baptist hat er sich gemäß der damaligen Sitte als weiteren Vornamen bei der Firmung ausgesucht - gleichsam als sein Lebensprogramm. Die erste Kapelle, die der Pfarrer in Ars bauen ließ und vollständig selbst finanziert hat, war dem hl. Johannes dem Täufer geweiht. Bei der Einweihung am 24.Juni 1823 ließ der „Gute Gott“ (le „Bon Dieu“) ihn erkennen, was hier später geschehen würde: die Bekehrung so vieler Seelen, wie. Catherine Lassagne in ihren „Petit Mémoire“ (Kleinen Erinnerungen) berichtet hat.
Eines Sonntags sagte er selbst während der Predigt:
“Meine Brüder, wenn ihr wüsstet, was in dieser Kapelle geschehen ist, würdet ihr nicht mehr wagen dort hinein zu gehen… ich sage nicht mehr darüber…“
 (Les Annales Nr. 306 S.7).
Wie Johannes der Täufer wollte er Vorläufer des Herrn sein, selber kleiner werden, damit ER wachsen kann. Der Pfarrer Vianney war außergewöhnlich demütig, wie oft bezeugt wurde. Bitten wir ihn um die Gnade der Demut, damit auch unser Leben fruchtbar für das Reich Gottes wird.                                                                    
15.01.2009               ih

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Trost bei Überlastung durch Arbeit

"Er hat uns befohlen zu arbeiten, aber er hat uns auch befohlen zu ruhen. Er befiehlt uns zu beten, aber er bewahrt uns vor Beunruhigung."
17.02.2009 Pfarrer von Ars
(Nodet, S. 282)


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