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Archiv - Geistliche Impulse

 

Geistliche Impulse 2011 

 

Weihnachten 2011

November 2011

19. August - Gedenktag des hl. Johannes Eudes

Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel 

Das Kreuz - Weg zum Leben

Dienst des Priesters

Pfingsten 2011

Christi Himmelfahrt 2011 

Ostern 2011

Aschermittwoch 2011

XIX. Welttag der Kranken 11.02.2011



Geistliche Impulse 2010

Weihnachten 2010

Wenn die Lichter ausgehen

Der Tod

Armut vor Gott

Fest des hl. Augustinus, 28.08.2010

Begegnung

Fest des hl. Pfarrers von Ars, 4.08.2010

Die Liebe des Herzens Jesu

Fronleichnam 2010

Mysterium des Dreieinigen Gottes

Kanarienvogel oder Taube - Gedanken zu Pfingsten

Marienmonat Mai 2010

"Simon...liebst du mich?"

Ostern 2010

Wort zum Karfreitag 2010 - Der dreifache Sieg

Impuls zur Karwoche 2010

Umkehr-Aschermittwoch 2010

Jubiläumsjahr 2009 in Ars

Neujahr 2010

 



Geistliche Impulse 2009

Weihnachten 2009

Leiden aus Liebe

Die Aufgaben der Gläubigen gegenüber den Priestern

Gebet für die Priester

Segen der hl. Kommunion

Gegen die Verzweiflung

Kinder malen für ihre Priester

Schönheit des Todes

Erholung im Herrn

Gottes Liebe

Weg zur Heiligkeit

Aussprüche des heiligen Pfarrers von Ars zum Priestersein

Wirken des Heiligen Geistes

Die reine Liebe

Das einzige Glück auf Erden

Ostern 2009

Ermutigung in Versuchungen

Osterbeichte

Impuls zur Fastenzeit

Priester auf Erden

Jean-Marie Baptist Vianney

Trost bei Überlastung durch Arbeit




 

Geistliche Impulse 2011  

 

 

Weihnachten 2011
 

„Wir sind im Geheimnis der Menschwerdung: ein Gott, der der immer gewesen ist und der einen Leib annehmen will, um geboren zu werden, das ist unbegreiflich. Alles in unserer Religion ist ein Geheimnis und selbst in der Natur sind noch Geheimnisse. Oh! Wenn wir doch die Liebe eines Gottes in der Menschwerdung begreifen könnten! Alle Größe Gottes ist verborgen im Leib eines Kindes. Er ist in der Krippe fast wie in der Eucharistie; er kann sich nur etwas mehr bewegen; ein Gott, der Nahrung des Menschen geworden ist; der Mensch nur dazu berufen, mit seinem Gott eins zu sein, das ist der Himmel auf Erden. Ich weiß nicht, ob man darüber hinaus noch etwas, selbst den Himmel, wünschen kann.“
(aus: Ce que prêchait le Curé d’Ars von Mgr René Fourrey, 2009, S.39f, übersetzt von ih)
Diese ergreifenden Worte des Saint Curé offenbaren seine brennende Liebe zum menschgewordenen Sohn Gottes, in die er die ihm anvertrauten Gläubigen hineinnehmen wollte. Wir vertrauen darauf, dass er nicht aufhört, vom Himmel her uns in diese Liebe hineinzuführen. Der hl. Pfarrer von Ars erbitte uns an diesem Weihnachtsfest die Erfahrung der zärtlichen Liebe Gottes, damit wir die Sehnsucht Gottes zu uns Menschen mit großer Sehnsucht nach IHM allein beantworten können.
23.12.2011 ih

 

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 November 2011
 

"Droben ist unser Zuhause. Hier sind wir nur wie im Hotel, vorübergehend daheim."

Eine Reise verheißt immer neue Entdeckungen, verlangt aber auch immer wieder Abschied nehmen, um für Neues Raum zu geben. Je weniger Gepäck wir bei uns haben, umso freier und beweglicher sind wir unterwegs. Der Pfarrer von Ars sieht das ganze Leben als eine Reise auf dem Weg nach "droben". Wie viel Freiheit schenkt doch diese Perspektive und wie viel Freude die Hoffnung, einmal das Ziel zu erreichen, was schmerzliche "Reiseabenteuer" allerdings keinesfalls ausschließt. Der Blick auf das Ziel aber kann uns gerade in schwierigen "Reiseetappen" immer wieder neuen Mut schenken. Lassen wir uns vom Saint Curé in die Freiheit der Kinder Gottes führen, die in das Haus des Vaters eilen.
17.11.2011  i.h.
 

 

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19. August - Gedenktag des hl. Johannes Eudes
 

" Das Priestertum ist die Liebe des Herzens Jesu.“

Diese bekannten Worte des hl. Pfarrers von Ars offenbaren den Ursprung priesterlichen Seins im Herzen Jesu.
Der hl. Jean Marie Vianney (1786-1859) wurde am 31. Mai 1925, Pfingstmontag, zusammen mit dem hl. Johannes Eudes (1601-1680), dessen Gedenktag heute gefeiert wird, heiliggesprochen, was Papst Benedikt XVI in seiner Mittwochsaudienz vom 19.08.2009 als geheimnisvollen Plan der Vorsehung angesehen hat (vgl. Textsammlung). Beide waren herausragende Pfarrer. Der hl. Jean Eudes, der insbesondere die Priesterausbildung gefördert hat, war ein glühender Verehrer des Heiligsten Herzens Jesu. 1672 hat er die erste Votivmesse vom Heiligsten Herzen Jesu gefeiert. Der hl. Pfarrer von Ars hat 200 Jahre später die Liebe des Herzens Jesu gelebt und so für die Gläubigen erfahrbar gemacht.
Das Leben des hl Johannes Eudes in Christus hat auch den Pfarrer von Ars geprägt.
Der Blick auf das Leben dieser beiden heiligen Pfarrer kann uns Hoffnung schenken. In Christus verborgen kann auch unser Leben Spuren der Liebe des Herrn hinterlassen.
19.08.2011 ih


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Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel
 

„ Sie fühlte eine solch brennende Liebe, dass ihre Seele gleichsam wie in einem glühenden Ofen nicht mehr in ihrem Körper bleiben konnte. Glücklicher Augenblick! Könnten wir, meine Brüder, die Wunder sehen, die sich in diesem Tod ereigneten, ohne den brennenden Wunsch zu spüren heilig zu leben, um heilig zu sterben. Es ist wahr, wir müssen nicht darauf warten aus Liebe zu sterben, aber hoffen wir doch wenigstens darauf, in der Liebe Gottes zu sterben.“ (übersetzt von i.h. aus: Ce que prêchait le Curé d’Ars, Mgr René Fourrey, 2009)
Der hl. Pfarrer von Ars betrachtete in seiner innigen Beziehung zur Jungfrau Maria auch das Ende ihres Lebens, so dass seine Liebe zur Mutter des Herrn und durch sie auch zu Gott immer brennender wurde. Nur von oben her, vom Himmel her kann auch unsere Liebe wachsen. Der Blick auf unsere eigenen Anstrengungen allein und auf unsere geringen Kräfte führt uns allzu schnell in Resignation statt in die Freiheit der Liebe Gottes. Verweilen wir mit dem Saint Curé am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel im Geheimnis ihres Hinübergehens zum Herrn, damit auch in uns die Angst vor dem Tode überwunden wird durch das Vertrauen auf die Liebe, in die wir eingeladen sind.
ih 12.08.2011

 

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Das Kreuz - Weg zum Leben

„Wenn wir einen guten Tod sterben wollen, müssen wir ein christliches Leben führen…Kann das Leben eines guten Christen etwas anderes sein als das eines Menschen, der mit Jesus Christus ans Kreuz geheftet ist?“

Der hl. Pfarrer von Ars lebt das Kreuz Christi in unvorstellbar intensiver Weise. Aber diese Kreuzesnachfolge ist nicht nur auf den Himmel gerichtet, sondern auch auf das Aufblühen irdischen Lebens. Anfangs musste er viele Angriffe von allen Seiten erleiden. Man schreibt seine asketische Magerkeit heimlichen Lastern zu, dichtet unanständige Lieder auf ihn, ruft ihm unter seinem Fenster Beleidigungen zu. Das Bischöfliche Ordinariat leitet eine Untersuchung ein. Er lebt in äußerster Bitternis.
„Hätte ich gewusst, als ich nach Ars kam, was ich hier alles würde leiden müssen, ich wäre auf der Stelle gestorben.“ Aber all das hindert ihn an seinem Einsatz nicht. Wenig später hilft er der Familie eines seiner Verfolger, als sie in Elend geraten ist.
Nach zwanzig Jahren gilt: „Ars ist nicht mehr Ars.“ Die Menschen lieben nun die Kirche, kommen scharenweise zur Beichte, zu den Gottesdiensten. Aber auch das irdische Leben blüht.
Nach sechs Jahren Tätigkeit des Saint Curé gibt es im Jahr vierzig Beerdigungen und 96 Taufen. Beim Tode Jean Marie Vianneys hat sich die Bevölkerung von Ars verdoppelt. Der Herr bringt das Leben bereits hier zum Blühen, wenn wir es mit ihm leben. Denn er ist ein Gott des Lebens auf Erden und im Himmel.

ih 2.08.2011

 

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Dienst des Priesters

 "Mein Friedhof ist mit Heiligen besät" Pfr. von Ars

 


Dieses Wort steht auf einer kleinen Tafel an der Außenseite der Kirche von Ars über dem ehemaligem Firiedhof der Gemeinde des Saint Curé. Er hat seine ganz Energie und Kraft dafür eingesetzt, seine Pfarrkinder zur Heiligkeit zu führen. In Kurzform hat er sein Pastoralprogramm ausgedrückt und damit die Texte des II. Vaticanums vorausgenommen, in denen ausführlich die Aufgabe des Priesters dargestellt wird: " Durch den Dienst der Priester vollendet sich das geistige Opfer der Gläubigen in Einheit mit dem Opfer des einzigen Mittlers Christus, das sie mit ihren Händen im Namen der ganzen Kirche bei der Feier auf unblutige und sakramentale Weise darbringen, bis der Herr selbst kommt. Darauf zielt das Dienstamt der Priester und darin findet es seine Vollendung.... so soll durch ihn die ganze erlöste Gemeinde, die Versammlung und Gemeinschaft der Heiligen, durch den Hohenpriester als allumfassendes Opfer Gott dargebracht werden..." ( Dekret über Dienst und Leben der Priester "Presbyterorum ordinis").
Wird es uns gelingen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren?

ih 24.05.2011

 

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Pfingsten 2011

„Ja, der Heilige Geist ist ein Licht und eine Kraft. Er ist es, der uns das Wahre vom Falschen, das Gute vom Bösen unterscheiden lehrt.
Wie das Mikroskop uns die kleinsten Dinge in hundert-, ja tausendfacher Vergrößerung in wunderbarer Deutlichkeit zeigt, so lässt uns der Heilige Geist durch sein übernatürliches, helles Licht das Gute sowohl wie das Böse klar und deutlich sehen.“
Pfarrer von Ars

Der Heilige Geist lehrt uns die Dinge mit den Augen Gottes zu betrachten. Er zeigt uns die Wahrheit, die Weisheit, die Gerechtigkeit und auch die Barmherzigkeit Gottes. Der Heilige Geist lenkt uns durch die Vielzahl an Meinungen, Möglichkeiten und Gegebenheiten, die sich uns auftun und von denen wir oft nicht wissen, ob wir ihnen nachgehen sollen oder nicht. Gut und Böse sind nicht immer schwarz oder weiß, nicht immer klar einsehbar. Und selbst das Gute muss nicht immer gut sein, wie folgende Geschichte lehrt:
„In einem Dorf wurden zwei Einwohner geehrt, weil beide außergewöhnlich gute Taten vorzuweisen hatten. Ihr Verdienst war ihre große Hilfsbereitschaft Notleidenden gegenüber. Eines Tages standen beide vor der Himmelstür und es herrschte große Freude über die selbstlosen Taten des einen. Der andere aber wurde gerügt, da in seinem Herzen Berechnung war. Er bekam keinen Lohn für seine Taten und musste sich mit dem begnügen, was er schon zu Lebzeiten dafür bekommen hatte. Im Himmel wurden sie ihm nicht angerechnet.“

Komm, Heiliger Geist, lass mich aus der Wahrheit leben, lass mich auch in den kleinsten Dingen des Alltags so denken, sprechen und handeln, dass es in Übereinstimmung mit Gott geschehen kann.

10.06.2011 ADN

 

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Christi Himmelfahrt 2011

"Ein guter Christ - der hl. Franz von Sales spricht von einem Ritter - hat alle heiligen Orte besucht; nachdem er durch alle Orte gekommen war, die durch die heiligen Mysterien der Geburt und des Todes Unseres Herrn geheiligt sind, kam er auf den Berg, von dem aus Er in den Himmel aufgefahren ist. Er setzt seinen Fuß dorthin, wo der Abdruck des Fußes unseres göttlichen Erlösers verblieben ist und sagt: " Mein Gott, ich bin dir überallhin gefolgt, kann ich dir auch jetzt noch folgen?" Und er starb aus Liebe. Man öffnete ihn, um zu sehen, woran er gestorben war: man fand auf seinem Herzen geschrieben: "O, mein Jesus, meine Liebe!" Er war aus Liebe gestorben."

Diese Erzählung des hl. Pfarrers von Ars, die er vom hl. Franz von Sales übernommen hat, trifft zwar sicher nicht unsere Wortwahl, drückt aber doch zutiefst aus, worum es geht: Christi Himmelfaht ist das Fest, das unsere Sehnsucht nach dem Himmel aus Liebe zum Herrn neu entzünden soll.

31.05.2011 ih

 

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Ostern 2011

„Hätten wir es jemals gewagt, Gott zu bitten, seinen Sohn für uns sterben zu lassen, uns sein Fleisch zur Speise und sein Blut zum Tranke zu geben? – Nein!
Und doch ist es geschehen.
Welch wunderbares Geheimnis!“
Pfarrer von Ars


Gott ist größer als unser Denken.

Welche Herausforderung für unseren Verstand!
Der König stirbt als letzter Verbrecher.
Kein  Würdentitel, kein Prunk, sondern Spott, Hohn und Verleumdung.
Schwach, ohnmächtig, in den Augen der Welt ein verächtliches Nichts.
Die Auferstehung bringt die Wahrheit ans Licht.
Sie offenbart, woran die Welt nicht glauben kann.
Gottes Gedanken und unsere Gedanken als Widerspruch.
Jesu „Kariere“ ging nach unten, in die entgegengesetzte Richtung als wir gewillt sind voran zu streben. Würde, Prunk und Ansehen bleiben verlockend.
Aber der Herr verheißt einen anderen Wert, ein Leben in Fülle für alle, die ihm vertrauen. Mit dem Blick des Auferstandenen werden die Prioritäten der Welt verwandelt. Ein innerer Friede und eine „himmlische“ Freude können wachsen.

Deinen Willen oh Herr will ich suchen, denn Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. In Deinem Licht schauen wir das Licht, die Liebe des Vaters.

22.04.2011        ADN, Wien

 

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Aschermittwoch 2011

Diejenigen. die keine Anstrengungen machen, sich zu beherrschen und würdige Früchte der Buße zu bringen, sind wie Bäume im Winter: sie haben weder Blätter noch Früchte und doch sind sie nicht tot."

Pfarrer von Ars

So streng die Buße des Parrers von Ars auch sein Leben lang war und wie sehr er auch von jedem Christen Werke der Buße erwartete, so sagt er doch auch, dass es in jedem Zeitpunkt möglich ist zum geistlichen Leben zu  gelangen. Denn tot sind auch diejenigen nicht, die keine Buße tun. Hoffnung steht auch über dieser heute beginnenden Fastenzeit. Die Vergangenheit mit unseren Schwächen können wir der Barmherzigkeit des Herrn anvertrauen. Das Heute der Umkehr ist ein Geschenk seiner Gnade. Im Gebet füreinander ist es leichter, diese Gnade anzunehmen und fruchtbar werden zu lassen.

9.03.2011 ih
 

 

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XIX. Welttag der Kranken 11.02.2011

                                                               Ars, den 29. Oktober 1833

Sehr verehrter Herr Doktor,
Gott hat ihre Bemühungen und Ihre Medikamente gesegnet, meine Schmerzen sind fast vollständig verschwunden, ich gedenke jedoch, noch einige Zeit weiter zu nehmen, was Sie mir verordnet haben.
Ich hoffe, Ihre Behandlung Ihnen ein wenig entgelten zu können, die man allerdings nie bezahlen kann, denn die Gesundheit ist der größte Schatz der Welt. Ich bitte Sie, meinen Ausdruck lebhaftester Dankbarkeit entgegenzunehmen.

Vianney, Pfarrer von Ars

Der hl. Pfarrer von Ars sorgt immer wieder für Überraschungen, wenn wir uns mit ihm beschäftigen. Wir kennen seine ständigen Ermahnungen zur Kreuzesliebe. Seine raue Askese macht uns stutzig. Gefährdet er da nicht seine Gesundheit? Aber dieser Brief zeigt uns seine psychische Ausgeglichenheit. Sein Ziel, seine Sehnsucht ist Gott selbst. Den Weg zu Gott zu finden und anderen zu zeigen, ist sein Bestreben. 
Die Genesung ist vorrangig. Falls Heilung aber nicht möglich ist, sollte das Ja zum Leiden die Lebensantwort sein. Zu beiden Wegen ist der Segen des Herrn notwendig. Erbitten wir diesen Segen für alle Kranken.
                                                                        ih 8.02.2011 

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 2010

 

 

 

Weihnachten 2010

"Tag und Nacht , immer ist er bereit, zu uns zu kommen, wenn wir ihm nur die Türe unsres Herzens öffnen." (Pfr. von Ars)

 
Weihnachten lädt uns in besonderer Weise dazu ein, die Tür unseres Herzens zu öffnen. Was so leicht klingt, scheint uns im Alltag wegen unserer vielen Verpflichtungen gerade jetzt zu Weihnachten so schwer zu sein. Schauen wir auf das Kind in der Krippe, für das kein Platz in der Herberge war, aber über dem die Scharen der Engel singen. Lassen wir uns dieses kindliche Vertrauen schenken. Dann gibt es kein Hindernis, um die Tür des Herzens zu öffnen.                                                        23.12.2010  ih
 
 
 
 
 

 

 

Wenn die Lichter ausgehen

Die Lichter werden jährlich mehr in der „stillsten Zeit“ des Jahres. Häuser, Straßen, Plätze – alles leuchtet.

 
In unserem Dorf gab es  im vergangenen Jahr im Advent am frühen Abend einen Stromausfall. Alles war auf einmal dunkel, absolut dunkel. Außer: das Mondlicht, es hatte plötzlich wieder seinen alleinigen Schein.
 
Am Adventkranz werden wir Woche für Woche eine Kerze mehr entzünden. Wir gehen dem Licht entgegen. Doch gleichzeitig – welch „blendende Lichter“ können wir eines nach dem anderen ausschalten? Was ist Wesentlich? Was belastet uns auf Weihnachten hin - mehr, als es dienlich ist? Verlaufen wir uns im äußeren Lichterschein? Was er-warten wir eigentlich?
 
Der Stern von Betlehem hat das Licht angezeigt, das Licht der Wahrheit, der Wärme, der Liebe, des Verzeihens, der Gerechtigkeit, der Nähe: Jesus Christus.
Er soll leuchten in unserem Leben, in unseren Herzen, mitten im Alltag. Auf dieses Licht wollen wir zugehen. ER möge kommen in unsere Dunkelheiten, in unsere Not, aber auch in unsere Dankbarkeit und Freude - strahlend und erleuchtend!
 zum 1. Advent 2010                                Andrea Dobrovits-Neussl

 

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Der Tod

"Droben ist unser Zuhause. Hier sind wir nur wie im Hotel, vorübergehend daheim."

Wie sehr sind wir in unseren Alltag geradezu verstrickt, dass wir nur allzu leicht den Blick auf das Wesentliche, auf unser Ziel verlieren können. Die Nachricht des Todes eines Menschen rüttelt uns immer wieder wach, damit wir für die Verstorbenen beten, uns selber jedoch intensiver nach der ewigen Heimat ausstrecken, vielleicht sogar unser eigenes Leben wieder erneut überdenken.

10.09.2010

 

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Armut vor Gott

"Gott hat mir die Barmherzigkeit erwiesen, mir nichts zu schenken, auf das ich mich stützen könnte: kein Talent, kein Wissen, keine Weisheit, keine Kraft, keine Tugend."
Gerade in dieser Armut, die der Pfarrer von Ars schmerzvoll erkannt hat, liegt das große Geheimnis, dass Gott in ihm und durch ihn wirken konnte. Durch die französiche Revolution war Frankreich weitgehend ohne Priester. Statt der Dreifaltigkeit sollte die Göttin der Vernunft gepredigt werden. Eine Weigerung bedeutete ein Todesurteil. Im Pfarrer von Ars - dem bis heute leider oft als "töricht" angesehenen Priester - ist Gott selbst für die Menschen erfahrbar geworden. Sonst wäre Ars nicht der größte Wallfahrtsort in Europa zur Zeit des hl. Jean Marie Vianney geworden. Trauen wir uns zu, unsere Armut Gott zu schenken, damit ER allein wirken kann. Wir werden die  derzeitigen riesigen Probleme mit Sicherheit mit menschlichen Kräften nicht lösen können. Aber wir können vertrauen, dass der Herr es vermag - gerade durch unsere Armut.
3.09.2010   ih

 

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Fest des hl. Augustinus, 28.08.2010

"Habt ihr die Religion des Herzens?" so fragt der hl. Pfarrer von Ars seine Pfarrkinder in einer Predigt.

Durch sein großes Vorbild und seinen Lehrer M. Balley hat Jean Marie Vianney den hl. Augustinus kennen und lieben gelernt. Das brennende Herz, das der hl. Augustinus in zahlreichen Darstellungen in seiner Hand hält, kann auch als Symbol für den hl. Pfarrer von Ars gesehen werden. Vom strengen Rigorismus des Jansenismus wendet er sich immer mehr ab, um den Gott als die Liebe zu erfahren und zu verkündigen.  Aber es ist keine billige Liebe, sondern eine Liebe in der Wahrheit. Seine Religion des Herzens ist die der absoluten Treue und des Vertrauens auf Gott und zwar und gerade im bittersten Leid , im Unrecht.

Als Beispiel führt er in einer Predigt einen jungen Mann auf, der "ein Muster an Tugenden " war, dem aber ein Nachbar aus Eifersucht eine goldene Tabaksdose in die Tasche schmuggelt, so dass dieser junge Mann als Dieb angesehen und von allen verachtet wird -und das viele Jahre lang. In großer Geduld nimmt er alles aus der Hand Gottes entgegen und geht den Weg des Glaubens weiter, bis schließlich Jahre später der Verleumder bei seiner Erkrankung gesteht, dass er ihn aus Eifersucht in schlechten Ruf bringen wollte. Dieser junge Mann ist ein Heiliger, der die Religion des Herzens hat.

26.08.2010  ih 

 

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Begegnung

"Die Gott hingegebenen Seelen erkennen sich überall", sagt der hl. Pfarrer von Ars.
Gerade im Urlaub gibt es viele Möglichkeiten neuer Begegnungen. Wie beglückend ist es , im anderen die Liebe zu Gott erkennen zu können- ohne Worte, ohne lange Gespräche. Der tiefe klare Blick der Augen verrät etwas von der Schönheit der Seele, die dem Herrn gehört. Solche Begegnungen sind jetzt schon ein Strahl des Lichtes, das wir erwarten. Der Herr schenke uns eine große Wachheit, damit wir seine Spur in den Menschen erkennen und stärke so in uns die Hoffnung auf die endgültige Begegnung mit IHM.

30.07.2010  ih

 

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Fest des hl. Pfarrers von Ars, 4.08.2010

"Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt," (Jer 31,3) hören wir in der heutigen Lesung. Das ist unser Gott! Was er zu Jeremia gesagt hat, offenbart ihn uns: mit ewiger Liebe liebt er jeden von uns. 
Er braucht Menschen, die diese Liebe sichtbar machen und in anderen die Liebe zu Gott wecken. Der hl. Pfarrer von Ars war ein solch großer Liebender, der  die Liebe Gottes erfahren hat und sie mit seiner Liebe beantwortet hat. Seine priesterliche Tätigkeit hatte zutiefst das Ziel, dass jeder Pfarrangehöriger die Liebe Gottes beantworten möge.
4.08.2010 ih

 

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Die Liebe des Herzens Jesu

Der hl. Pfarrer von Ars sagt: „Der Priester setzt auf Erden das Erlösungswerk fort ... Verstünde man so richtig, was der Priester auf Erden ist, so stürbe man – nicht vor Schrecken, sondern aus Liebe ... Das Priestertum ist die Liebe des Herzens Jesu.“
Zitiert im Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1589.
 

Der Priester ist die Liebe des Herzens Jesu,
das heißt nicht, dass alle Menschen Priester werden müssten,
um sich von Jesus besonders geliebt zu wissen.
Das heißt, dass uns allen im Priester die Liebe Jesu begegnet.

Das kann entlastend sein:
kein Priester muss aus sich selbst, aus seiner Anstrengung Liebe zu den Menschen hervorbringen, sondern er darf die Liebe Jesu weiterschenken.

Wie groß diese Liebe ist, wird unter anderem deutlich an den Visionen der Hl. Margareta Maria Alacoque (1647-1690), auf die das heutige Hochfest des Herzens Jesu zurückgeht.

"Voici ce cœur qui a tant aimé les hommes!...". (Vision vom 27.12.1673)
„Sieh dieses Herz, das die Menschen so sehr geliebt hat!“

Schauen wir auf dieses Herz und lassen wir uns von Ihm anschauen!

Hochfest Heiligstes Herz Jesu, 11.6.2010        Syvia Schraml, Theologin

 

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Fronleichnam 2010 

"Ach, wenn wir es wollten, könnten wir in dieser Woche alles erhalten!" (Fronleichnamswoche)
In diesem nun zu Ende gehenden Jahr der Priester, das eine Dramatik für die ganze Kirche gezeigt hat, wie sie der Pfarrer von Ars persönlich während seines ganzen priesterlichen Dienstes durchlitten hat, kann uns das Vertrauen des hl. Jean Marie Vianney in die hl. Eucharistie Trost und Hilfe sein. Lassen wir uns von ihm in seine Anbetung, die er im Himmel nun unaufhörlich hält, einfach hineinnehmen. Der Herr selbst wird sich dann der menschlich nicht lösbaren Situation unserer Kirche annehmen. Hoffen wir auf Heilung und Heiligung von Priestern und Gläubigen und erflehen wir vom eucharistischen Herrn einen neuen Frühling der Kirche zu Seinem Lob und zum Heil der ganzen Welt.

Fronleichnam, den 3.06.2010                 ih 

 

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Mysterium des Dreieinigen Gottes
 

"Wenn wir beten oder in die Kirche gehen, um zu beten, erfreuen wir die Drei Personen der Heiligsten Dreieinigkeit."

" Die Seele ist ein Gegenstand der Liebe für die Drei Göttlichen Personen."

Für den hl. Pfarrer von Ars war das Zentrum seiner Spiritualität die Allerheiligste Dreifaltigkeit. Durch die Taufe ist die Seele ein "kleiner Himmel, in dem die Drei Göttlichen Personen wohnen", wie Catherine Lassagne ihren Pfarrer zitiert. Sie berichtet auch, dass der Pfarrer vorne in sein Brevier ein Bild der Heiligsten Dreifaltigkeit hineingeklebt hatte. In seinem ersten Testament vermacht er "seinen Leib der Erde, seine Seele... den Drei Göttlichen Personen."

Trotz dieser Liebe zur Heiligen Dreifaltigkeit hat Jean Marie Vianney nur wenig hierüber gepredigt. Es ist ein Mysterium, dem wir uns nur betend  in Verehrung und Liebe nahen können. Unsere Erkenntnisse und unsere Sprache können angesichts des Dreifaltigen Gottes nur stümperhaft sein. Umso beglückender ist es - auch in der Dunkelheit des Glaubens - von diesem geheimnisvollen Gott geliebt zu sein, Ihn  lieben zu dürfen und im Gebet die Vereinigung mit Ihm zu ersehnen.

Dreifaltigkeitssonntag, den 30.05.2010   ih

 

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Kanarienvogel oder Taube? -  Gedanken zu Pfingsten
 

In meiner Kindheit ist uns mitten im Winter beim Lüften des Wohnzimmers ein Kanarienvogel zugeflogen. Aus der Umgebung hat ihn niemand vermisst. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir Sorge hatten, wie wir ihn in den gekauften Vogelkäfig hinein bringen würden. Die Sorge war umsonst. Kaum war dieser in seiner Sichtweite, hat er auch schon darin Platz genommen. Später bei seinen „Zimmerflügen“  flog er nie so weit, dass er seinen Käfig nicht mehr sehen hätte können. Das war praktisch. Wir hatten so die Gewissheit, dass er uns nicht mehr davonfliegen wird.

Eine weitere Erinnerung ist der Besuch eines Türkentaubenpärchens auf unserer Fensterbank. Die beiden kamen immer wieder, angelockt durch Kerne und Nüsse. Wie gern hätte ich sie als Kind als Haustiere behalten. Aber das ging nicht.

Der Heilige Geist als Taube - wie passend ist doch dieses Bild! Die Taube ist frei, sie lässt sich nicht fest halten. Sie kommt und geht.

Was hat dieses Bild, dieser Vergleich aus der Vogelwelt für konkrete Auswirkungen auf mein Leben?
Mir stellt sich die Frage, ob es bisher nicht genug Situationen gegeben hat, in denen ich dem Heiligen Geist die Rolle des Kanarienvogels zugewiesen habe: sicher im Käfig meiner eigenen Vorstellungen, unter meiner Kontrolle, berechenbar und unkompliziert. Aber habe ich mich dann nicht von „meinem eigenen Vogel“ leiten lassen statt vom Heiligen Geist?
Der Heilige Geist ist dynamisch, unberechenbar, manchmal sogar „lästig“. Er führt und lenkt oft in eine Richtung, die man selbst gar nicht eingeschlagen hätte oder gar einschlagen möchte. Und ist es nicht anstrengend, ständig hinzuhören, hinzuschauen, was er gerade im eigenen Leben und im Leben der anderen wirken möchte? Könnte Er nicht ein bisschen so sein, wie mein Kanarienvogel, sicher zu Hause verwahrt, berechenbar und einfach nur ein liebenswerter Lebensbegleiter?
Der Heilige Geist ist eine Zu-mutung! Wenn ich nicht den Mut habe, mich auf ihn einzulassen, dann werde ich selbst zum „domestizierten Kanarienvogel“. Zur Freiheit der Kinder Gottes sind wir berufen. Das ist kein einfacher Weg, aber gerade deshalb ist uns dieser Geist ja auch geschenkt. Trotzdem fällt es so schwer, sich von ihm bewegen zu lassen. Ich wünsche uns für dieses Pfingstfest einen neuen Aufschwung. Und wenn es vielleicht doch manchmal schwer fällt, dem Heiligen Geist im eigenen Leben möglichst viel Freiraum zu geben, dass wir ihn wenigstens als „Brieftaube“ einladen und so uns helfen möge, das Evangelium, die Frohe Botschaft im Sinne Gottes weiter zu tragen. Gerade dann, wenn wir manch eigene „geistlosen“ Vorstellungen nicht loslassen wollen oder können.
Andrea Dobrovits-Neussl, Theologin, Mai 2010

 

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Marienmonat Mai 2010
 

"Ein Gott sehr wohlgefälliges Gebet ist, die allerseligste Jungfrau Maria zu bitten, dass sie dem Ewigen Vatger ihren göttlichen Sohn aufopfert, der sich für die Sünder bis zum letzten Blutstropfen dahingegeben hat. Das ist das beste Gebet, das man machen kann. Denn alle Gebete geschehen im Namen und durch die Verdienste Jesu Christi... Meine Kinder, hört gut zu: jedes Mal, wenn ich eine Gnade erlangt habe, habe ich sie auf diese Weise erbeten." (Nodet S. 311)

Der Pfarrer von Ars, dessen machtvolles Beten schon die Menschen zu seiner Zeit erfahren haben, lässt uns einen Blick in seine Gebetsweise werfen. Ihm können wir es gleichtun, um in dieser bedrängten Zeit mit vollem Vertrauen unsere gute Mutter zu bitten, unsere Kirche aus dieser Krise herauszuführen auf dem Weg der Reue, Umkehr und einer neuen Liebe zum Herrn. Mit dem geopferten Lamm hat der Pfarrer von Ars sich für die Sünder dem Vater angeboten und ist so mit Christus durch Maria eins geworden. Lassen wir uns von ihm mitnehmen auf diesem Weg - in der Hingabe all unserer eigenen Lebenskreuze für die Heiligkeit und Erneuerung der Priester und der ganzen Kirche.
3.05.2010                  ih
 
 

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"Simon...liebst du mich?"
 

Stellen wir uns vor, der Herr steht vor jedem schuldigen Priester, der schwer belastet ist durch die begangene Sünde des Missbrauchs, und stellt ihm die Frage, die er an Petrus gerichtet hat: liebst du mich!

Petrus, der den Herrn dreimal an einem Kohlenfeuer verraten hat, darf bei einem Kohlenfeuer dreimal dem Herrn die Liebe bekunden - voller Schmerz über den begangenen Verrat. Dazwischen aber sind bittere Tränen der Reue geflossen, die das Fließen der Gnade wieder ermöglichen, die der Herr für Petrus erfleht hat:

Simon, Simon, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder (Lk 22,31f).

Da Christus in uns betet, können wir uns  diesem Gebet um Tränen der Reue , Bewahrung vor Verzweiflung und Umkehr der schuldigen Priester und Ordensleute einreihen, damit sie nicht enden wie Judas, sondern in der Größe der Schuld die noch größere Barmherzigkeit Gottes erfahren. Wir können für sie Anbetung halten, damit der Herr auch gerade durch sie neu aufleuchten kann.

Tröstlich ist das Wort des Pfarrers von Ars:
Manche sagen: " Ich habe zu viel Böses getan; der liebe Gott kann mir nicht verzeihen." Das ist eine grobe Lästerung. Es bedeutet, der Barmherzigkeit Gottes eine Grenze zu setzen. Sie hat aber keine: sie ist grenzenlos. (Nodet Jean.Marie Vianney Pfarrer von Ars-S.180)

Gerade auch auf diesem Weg ist Heilung der erlittenen Verletzungen für die Opfer des Missbrauchs möglich- als Weg zur Erneuerung und Heiligung der ganzen Kirche.
20.04.2010          ih 

 

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Ostern 2010

"Welch ein Freudenschrei, wenn die Seele sich mit dem verherrlichten Leib einen wird, mit diesem Leib, der niemals mehr weder ein Instrument der Sünde  noch die Ursache zum Leiden sein wird. Sie wird sich in einem Balsam der Liebe  bewegen wie die Biene in den Blüten. Das ist die Seele- einbalsamiert für die Ewigkeit."  Pfarrer von Ars
Der Pfarrer von Ars wird nicht müde zu verkünden, dass wir selbst entscheiden, ob wir diese Freude in der Ewigkeit erfahren werden. Schon jetzt kann unser ganzes Denken und Tun auf den Herrn allein ausgerichtet sein, er soll das Ziel in allem für uns sein. Aber wir allein vermögen nichts. Doch Jesus, der gute Hirte, wacht über uns.  Besonders an Ostern dürfen wir im Glauben- trotz des Dunkels in uns und in der Welt- schon wirklich Anteil an der ewigen Freude, die auf uns wartet, erfahren.
3.04.2010                ih

 

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Wort zum Karfreitag 2010
Der dreifache Sieg

Das Kreuz, ein Schandfleck? Das Kreuz ein Siegeszeichen?
Martin Luther in seiner Karfreitagspredigt 1533: „Aber doch ist dem Teufel der Kopf zerschmettert, und Christus hat ihm sein Reich des Todes, Sünde und Hölle zerstört und ihm seine Gewalt genommen.“
Dieser dreifache Sieg über „Sünde, Hölle, Tod“ wird bereits seit dem 5. Jahrhundert im Prozessionsruf des „Trihagion“ besungen, in dem Gott als „Heiliger, Starker, Unsterblicher“ angerufen wird.
Dieser Ruf hat Eingang in die katholische Karfreitagsliturgie gefunden und wird bei der Kreuzverehrung gesungen.
Denn Gottes Heiligkeit besiegt die Sünde, seine Stärke den Teufel, seine Unsterblichkeit den Tod.
Dafür trifft Jesus am Kreuz die ganze Wucht menschlicher Bosheit und Abgründigkeit, die Welt wird ihm zur Hölle und der Tod, der leibliche, wie der soziale, scheinen das letzte Wort zu haben.
So verbindet uns Christen der Karfreitag auf ganz besondere Weise und lädt uns ein, Gottes Zeichen neu zu lesen und durchzubuchstabieren, um daraus unser Leben zu gestalten.
Und wer nicht wünschte sich die Hoffnung, dass alle Bosheit, Verzweiflung und Todesangst einmal endgültig besiegt sein wird?
1.04.2010                                   hmb

 

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Impuls zur Karwoche 2010


"Das Kreuz ist die Leiter zum Himmel."  "Nur durch das Kreuz gelangt man in den Himmel. Die Krankheiten, die Versuchungen, die Mühen  sind ebenso viele Kreuze, wie uns in den Himmel führen.. Das alles wird bald vorüber sein. Schauen wir auf die Heiligen, die vor uns angekommen sind.Der Gute Gott verlangt von uns nicht das Martyrium des Leibes, er verlangt nur das Martyrium des Herzens und des Willens...." Pfarrer von Ars
Die Worte des Pfarrers von Ars berühren das Herz so, dass es zu unserem endgültigen Ziel mit Freude hingezogen wird. Wenn wir ihm zuhören, scheint der Weg dorthin so leicht zu sein. Wenn wir allerdings die Kreuze in unserem  Leben und besonders in der derzeitigen Situation in der Kirche sehen, so scheinen die Kreuze uns zu Boden zu drücken. Gerade dann sind aber die Worte des Pfarrers von Ars für uns heilsam: nicht auf das unmittelbar Erfahrbare den Blick zu richten, sondern auf die Heiligen. Sie alle haben gelitten, kennen daher unsere Schmerzen und stehen uns bei. Bei Gott gibt es keine unlösbaren Situationen. Er reinigt uns und  die ganze Kirche immer wieder neu - aus Liebe. In dieser Karwoche dürfen wir erneut all unsere Schwäche und Armseligkeit auf das Holz des Kreuzes legen und dem Herrn anvertrauen. Er wird das Seine tun zu Seiner Zeit und auf Seine Weise. Stehen wir bei Gott füreinander ein, dass wir Ihm allein freie Hand lassen und Ihm in allem folgen.
                                                                                ih   29.03.2010

 

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Umkehr – Aschermittwoch 2010

„Jeden Tag ergeht der Ruf an uns, uns zu bekehren, aber in diesem Jahr gilt uns – und allen, die das Geschenk der Priesterweihe empfangen haben –, dieser Ruf ganz besonders. Umkehr, aber wohin? Umkehr, um auf immer authentischere Weise zu dem zu werden, was wir sind; Umkehr zu unserer kirchlichen Identität durch einen Dienst, der dieser Identität auf vollkommene Weise entspricht, damit eine Erneuerung im freudigen Bewusstsein über unser „Sein“ unser „Handeln“ bestimmt oder besser noch, damit dieses Bewusstsein Christus, dem Guten Hirten, Raum gibt, in uns zu leben und durch uns zu handeln.“

Mit dem heutigen Aschermittwoch haben wir die 40 Tage der Fastenzeit vor Ostern begonnen. Zeit, um unser Christ- Sein zu erneuern, unsere Berufung tiefer zu erkennen, wer wir vor Gott dank unserer Taufe sind.
Im Römerbrief 12,2 (Gute Nachricht Bibel) heißt es über die tägliche Umkehr: „Lasst euch von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.“ In diesem Sinn ist jeder Christ aufgerufen „umzukehren“, jeden Tag neu zu fragen: „Herr, was willst Du? Jesus, handle Du durch mich.“ So kann ich das Geschenk der Taufe, d.h. meines Leben mit dem lebendigen Gott, tiefer erfassen.
Nicht nur in der Taufe, sondern auch in der Priesterweihe geschieht von Gott her etwas Unwiderrufliches, dessen Würde und Schönheit wir gar nicht ganz begreifen. Aber wir dürfen dieses Große leben und uns daran freuen.
Beten wir in diesem Jahr darum, dass wir die Freude über unsere Gotteskindschaft immer mehr leben dürfen, und beten wir für unsere Priester um immer mehr Freude an dem, was ihnen von Gott durch die Weihe geschenkt wurde.
17.02.2010  Sylvia Schraml, Theologin

 

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Jubiläumsjahr 2009 in Ars

Am 1. November 2009 wurde die Heilige Pforte anlässlich des  Jubiläumsjahres  in Ars geschlossen, eine Tür- offen für die Gnade.
Der Rektor des Wallfahrtsortes P. Jean-Philippe Nault betont, dass die eigentliche Tür zum Leben Jesus Christus selbst ist. Schlüsselworte für dieses Jubiläumsjahr waren: Danksagung, Umkehr, Begegnung mit Christus in der Wahrheit. Er ist der Weg der Heiligkeit.
Am 150. Todestag des hl. Pfarrers von Ars, dem 4. August 2009, feierten  500 Konzelebranten, 18 Bischöfe und 3 Kardinäle mit 6000 Gläubigen die hl. Messe.
      An den internationalen Priesterexerzitien  im September 2009 unter der Leitung von Kardinal Schönborn Wien haben 1200 Priester aus 76 Ländern teilgenommen.
Mit Dankbarkeit sehen wir, dass der Pfarrer von Ars jetzt seinen universellen Dienst für die Priester, Gläubigen, ja für die Erneuerung der ganzen Kirche entfaltet. In diesen Gnadenstrom sind wir mit unserer kleinen Gebetsgemeinschaft mit eingeschlossen.
12.01.2010

 

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Neujahr 2010

 "Die Seele kann sich nur von Gott ernähren. Es gibt nichts, das ihr genügt; es gibt nichts außer Gott, das sie erfüllen, es gibt nichts außer Gott, das ihren Hunger stillen kann; sie muss notwendig ihren Gott haben!"
Pfarrer von Ars

Unsere Priester führen uns immer wieder neu zu Gott und bringen uns Gott in ihrer priesterlichen Vollmacht- oftmals unter großen Anfechtungen, Mühen und Enttäuschungen- Beten wir  voller Dankbarkeit für sie und füreinander, dass unser Herz immer mehr allein von Gott erfüllt werde.

1.01.2010 ih

 

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2009 

 

 

 

Weihnachten 2009

„Wir sind beim Geheimnis der Menschwerdung: ein Gott, der immer gewesen ist und der einen Leib annehmen will, um geboren zu werden, das ist unbegreiflich. Alles in unserer Religion ist ein Geheimnis, und selbst in der Natur wie viele Geheimnisse noch. Oh! Wenn wir die Liebe eines Gottes in der Menschwerdung begreifen könnten! Alles Große an Gott ist verborgen im Leib eines Kindes. Er ist in der Krippe fast wie in der Eucharistie; er hat nur etwas mehr Bewegung; ein Gott Nahrung des Menschen geworden; der Mensch gerufen nur um eins zu sein mit seinem Gott, das ist der Himmel auf Erden. Ich weiß nicht, ob man Größeres wünschen könnte, selbst im Himmel!“*

Aus diesem kurzen Text ist deutlich zu spüren, wie überwältigt der Pfarrer von Ars vom Geheimnis der Menschwerdung ist, das für ihn eins ist mit dem Mysterium der Eucharistie. Lassen wir uns an Weihnachten vom hl. Jean Marie Vianney mit hineinnehmen in die Freude über Gottes Gegenwart in uns.
                                                                                                     20.12.2009 ih

*Pfarrer von Ars aus "Ce que prêchait le Curé d’Ars" von Mgr René Fourrey S.39f, übersetzt von Inge Hagn

 

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Leiden aus Liebe

"Wenn wir Gott liebten..., wären wir glücklich, aus Liebe zu dem zu leiden, der für uns leiden wollte."
 26.11.2009                     Pfarrer von Ars  Nodet, S.219



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Die Aufgaben der Gläubigen gegenüber den Priestern 

„Manche haben die Angewohnheit immer schlecht von den Priestern zu sprechen und sie gering zu schätzen. Passt auf, meine Kinder, da sie die Stellvertreter Gottes sind, fällt alles, was ihr sagt, auf Gott selbst zurück; es wäre besser, für sie beten. Manche beten niemals für ihre Hirten; das ist sehr undankbar. Der Priester dagegen bittet unaufhörlich für euch den Guten Gott, der seiner Stimme gehorcht, wenn er das göttliche Opfer darbringt, der Unseren Herrn in seinen Händen hält, der von ihm die Bekehrung oder die Beharrlichkeit für eine Seele erbittet; sie muss sehr verhärtet sein, wenn sie nicht ihre Umkehr erlangt. Schaut darauf, wie sehr ihr daran interessiert seid, den Guten Gott für sie zu bitten; je heiliger sie sind, desto mehr Gnaden erhalten sie für euch, vor allem werden an jedem Quatember Priester geweiht werden.
Man muss gut beten, damit der Gute Gott euch gute Priester gibt; wenn sie heilig sind, wie viel Gutes können sie tun! Aber wie auch immer sie sind, redet niemals Schlechtes über sie. Der, den ihr geringschätzt, wird vielleicht derjenige sein, der euch die Absolution vor dem Tod gibt oder aber es könnte auch sein, dass ihr in der Todesstunde ihres Dienstes beraubt seid.“
Pfarrer von Ars
aus „Ce que prêchait le Curé d’Ars, Mgr René Fourrey, Présentation du Père J.-Ph. Nault, Recteur du Sanctuaire d’Ars, 2009,S.87f,
übersetzt von Inge Hagn  10.11.2009

 

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Gebet für die Priester

"Inständig bat er seine Pfarrkinder, für die Priester zu beten."  (Nodet S.124

Gerade in diesen Tagen beten besonders viele Gläubige anlässlich des Priesterjahres in fünf Diözesen Deutschlands rund um die Uhr 30 Tage lang um Priesterberufungen und für die Priester. Das innige und regelmäßige Gebet für Priester schenkt die große Gnade, im Herzen Anteil zu haben an den Leiden unseres Herrn an und mit unserer Kirche, aber gleichzeitig auch immer mehr die Liebe des Herrn zu erkennen, die er uns ständig schenkt, gerade auch durch unsere Priester. Der hl. Pfarrer von Ars kam immer wieder auf die Größe und die Last des priesterlichen Amtes zurück. Im Gebet für und mit den Priestern sind wir mitten im Herzen der Kirche, im Herzen des Herrn.
11.10.2009 ih

 

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Segen der hl. Kommunion

"In seinem irdischen Leben ist Jesus Christus niemals irgendwo vorübergegangen, ohne seinen Segen im Überfluss zu spenden. Wie groß und kostbar müssen doch die Gaben sein, die diejenigen empfangen, die er bei der heiligen Kommunion besucht!"
(aus "ma retraite avec le saint curé d'ars" von Monseigneur Convert, 1998)

Die Worte des Pfarrers von Ars scheinen nur bereits Bekanntes zu wiederholen. Und doch waren sie so voller Kraft und Vollmacht, dass sie die Herzen der Gläubigen bewegt haben. Es war sein tiefer, lebendiger
Glaube, der Berge versetzte, die Gewöhnung an das Heiligste aufbrach und so immer neu die Herzen in Liebe zum Herrn entzünden konnte, dessen Freigebigkeit, Güte und Liebe wir eine ganze Ewigkeit nicht erfassen können. Erbitten wir in diesem Priesterjahr vom Pfarrer von Ars seinen lebendigen Glauben.
21.09.2009   ih

 

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Gegen die Verzweiflung

"Ich habe kein anderes Mittel gegen diese Versuchung zur Verzweiflung, als mich vor die Füße Jesu im Tabernakel zu werfen, wie ein kleiner Hund sich vor die Füße seines Herrn hinwirft" (Nodet S. 248).
Nach der Urlaubszeit warten wieder viefältige Aufgaben, die bis über die Grenze des Zumutbaren gehen können. In diesem Jahr, in dem wir besonders intensiv auf den hl. Pfarrer von Ars schauen, können wir manchmal geradezu vor der Größe dieses Priesters erschrecken mit der Versuchung zur Mutlosigkeit. Aber auch Jean Marie Vianney erlebte schmerzlich seine Schwachheit und seine Grenzen bis an den Rand der Verzweiflung, wie aus dem neu eingestellten Bericht der ersten Leiterin der Providence und seiner späteren Haushälterin Catherine Lassagne über seinen Fluchtversuch dramatisch deutlich wird (s. Textsammlung vom 6.09.09). Und doch wirkte der Herr gerade in diesem Menschen, der sich seiner Schwachheit bewusst war und alles von Ihm allein erwartete. Der Pfarrer von Ars ist also am Beginn der neuen Arbeitsperiode ein sehr geeigneter Begleiter in allen schier unlösbaren Situationen.
7.09.09 ih

 

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Kinder malen für ihre Priester

 Es gehört zur Berufungsgeschichte des Heiligen Pfarrer von Ars, dass er sich bereits in seiner Kindheit intensiv mit dem Priestertum auseinandersetzte.
Immer wieder zog er sich betend beim Tiere - Hüten zurück, formte aus Lehm kleine Heiligenfiguren und phantasierte sich in priesterliche Aufgaben hinein.
Später als Pfarrer wusste er um die tiefe Frömmigkeit und um die Kraft des Gebets der Kinderseelen. Er suchte stets Kontakt mit ihnen, leitete sie zum Gebet an und empfahl sich und seine Werke ihrem kindlichen Gebet.

Nachdem ich erfahren hatte, wie begeistert Isabel in diesem Jahr Primizbraut bei einem Neupriester war und ihm ein Bild gemalt hatte, bat ich sie, auch mir ein "Priestermutmachbild" zu malen.
Dabei sind folgende drei Bilder entstanden:

Bild 1: "Ich will dich segnen"

Dazu schreibt sie selber: "Maria lässt einen Weg bauen. Der Pfarrer fragt sich und sieht den Weg.
Der Teufel will ihn ins Verderben bringen. Gott ruft den Pfarrer zu sich. Maria zeigt ihm den Weg.
Ein Bach führt durchs Tal. Der Weg zum Teufel führt durch die Wüste.
Der Weg zu Gott ist voller Leben."

Dieses Bild ist für mich eine wunderschöne Illustration des Psalm 1 auf unsere priesterliche Berufung hin gedeutet!

Bild 2: "Komm her, ich will dich segnen!"

Es greift nochmals dasselbe Motiv wie Bild 1 auf und zeigt ein paar "Versuchungsorte", die vom rechten Weg ablenken.

Mich bewegt: wie Kinder unsere Gefährdungen deutlich wahrnehmen, die wir selbst oft gar nicht mehr als solche sehen...

Bild 3: "Das Herz des Priesters"

Auf dessen Rückseite schreibt sie: "Wo Liebe ist, kann keine Sünde hin".

Dieses Bild berührt mich besonders, denn es fragt mich an, wovon mein Herz voll ist.
Stelle ich Jesus wirklich in die Mitte?....

Mit diesen Bildern möchte ich all jene einladen, die diese Seite aufrufen, Kinder darum zu bitten, für ihren Pfarrer ein Bild zu machen, das ihm Mutmachen soll in diesem Jahr der Priester.
Vielleicht sogar als Gemeinschaftwerk zusammen mit andern Kindern.

Und ich bitte heute am 150.Todestag des Heiligen Jean Baptist Marie Vianney ihn um seinen besonderen Segen für alle Kinder, die diese Einladung aufgreifen, sowie für die Priester, denen sie ihr Bild malen.

Msgr. Heinrich-Maria Burkard, Rottenburg  4.08.2009

 

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Schönheit des Todes

 "Der Tod ist die Vereinigung der Seele mit Gott." Pfarrer von Ars,
Nodet S. 286

Zeignis: Er hat mir öfters gesagt. dass er ein Buch über die Schönheiten des Todes schreiben wolle.                         Nodet S. 287

Viele Tabus sind gebrochen worden. Bei Beerdigungen fällt auf, dass über den Tod zu sprechen heute sehr schwer fällt, vielleicht weil unser Blick zu sehr auf das Gelingen des irdischen Lebens gerichtet ist. Gehen wir doch- besonders heute am 150. Jahrestag -  beim Pfarrer von Ars in die Glaubensschule und lassen unseren Blick von ihm auf den Himmel lenken, dessen Schönheiten er ersehnt , erahnt, verkündet...Lassen wir uns von seiner Begeisterung und seiner Sehnsucht nach dem Himmel neu entflammen! Auch auf jeden von uns wartet  der liebende Gott mit einer Sehnsucht, die unser eigenes Verlangen weit übertrifft, eben weil es eine göttliche Sehnsucht ist. Bevor wir nach Gott Ausschau halten, blickt er in Liebe und Erwartung auf uns, bereit uns alles zu schenken, damit wir den Weg zu ihm gehen können. Heute gibt er uns den hl. Pfarrer von Ars in besonderer Weise wiederum als Wegbegleiter. Danken wir daher aus ganzem Herzen dem Herrn!
ih  4.08.2009



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Erholung im Herrn 

 

Im Hause meines Vaters war ich gar glücklich, wenn ich meine Schafe und meinen Esel auf die Weide führte; da hatte ich Zeit zum lieben Gott zu beten, zu betrachten, mich um meine Seele zu kümmern. In den Pausen während der Feldarbeit, tat ich, als ruhte ich mich aus und schliefe wie die andern und betete zu Gott aus ganzem Herzen; das waren gute Zeiten und wie glücklich war ich da!  (Pfarrer von Ars, Nodet S. 108f)

Diese Freude und Erholung im Gebet und in der Schöpfung schenke der Herr uns allen  in der kommenden Ferienzeit, damit die Verbindung mit dem Herrn immer intensiver werden kann.
ih 31.07.2009



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Gottes Liebe

Unser Herr ist auf der Erde wie eine Mutter, die ihr Kind auf dem Arm trägt. Das Kind ist böse, beißt und kratzt sie, aber die Mutter macht kein Aufhebens davon. Sie weiß, wenn sie es loslässt, wird es fallen, es kann ja nicht alleine laufen. Seht, wie unser Herr ist: Er erträgt unser böses Benehmen und alle unsere Anmaßungen; er vergibt uns alle unsere Dummheiten und hat Erbarmen mit uns trotzdem.
Pfarrer von Ars  (Gérard Rossé S.56)

 
 

 
 

 
 

Weg zur Heiligkeit

Die Heiligkeit besteht nicht in diesen und jenen Übungen und Leistungen;
sie besteht in einer Verfassung des Herzens, die uns klein und demütig in den Armen Gottes werden lässt,wissend um unsere Schwäche und bis zur Verwegenheit auf seine Vatergüte vertrauend.
Hl. Therese von Lisieux

29.06.2009

 

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Aussprüche des heiligen Pfarrers von Ars zum Priestersein

· „Das was uns Priester daran hindert, heiligmäßig zu sein, ist die fehlende Reflexion:
wir gehen nicht wirklich in uns, - wir wissen nicht wirklich, was wir tun.
Was wir brauchen ist die Reflexion, das innere Gebet, die Einigung mit Gott!

Monnin II 273

· „Ach, wie sind die armen Pfarrer zu beklagen, deren Pfarrhäuser mit Möbeln wie in den Palästen geschmückt sind, während ihre Kirchen so armselig sind...“

Tailhaides P.O. 1517

· « Haltet euch an dem fest, wo ihr gerade seid – seht, das ist eure Berufung ! »

Monnin I 73

· „Betrübt euch nicht, betet, hofft und wartet auf den Zeitpunkt, den der Herr bereits markiert hat: er wird kommen, daran zweifelt nicht!“

Oriol, P.V. 59

Zeugnisse von Zeugen beim Seligsprechungsprozess zum Thema Priestertum[1]

Abbé Toccanier (Vikar in Ars):

“Er (JMBV) sagte: “Würde man den Priester (wirklich) verstehen, dann würde man aus Liebe für unsern Herrn -  ihn sehend - sterben; oft kam er in seinen Unterredungen und Katechesen auf diesen Gesprächsgegenstand zu sprechen.“

(Il disait que si on comprenait le pretre, on mourrait d’amour pour Notre-Seigneur en le voyant ; et il revient souvent sur ce sujet dans les conversations et ses catechismes.)

Jean Pertinand (Lehrer)

„Oft sprach er von den Wohltaten, welche die Gläubigen auf Grund des Dienstes der Priester empfangen. Ständig legte er seinen Pfarrangehörigen ans Herz, für die Priester zu beten. Ständig sagte er: „Wenn die Priester sehr von der Größe ihres Dienstes durchdrungen wären,

-----------------------------------------------------------------[1] Übersetzt aus Bernard Nodet, Le Curé d’Ars par ceux qui l’ont connu 2009, S. 139f

17.06.2009

 

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Wirken des Heiligen Geistes
 

Ohne den Heiligen Geist sind wir wie ein Stein am Weg...Nehmt in die eine Hand einen Schwamm, getränkt voll Wasser, und in die andere einen kleinen Kieselstein. Presst beide zusammen. Aus dem Kieselstein wird nichts herauskommen, aus dem Schwamm dagegen Wasser im Überfluss. Der Schwamm ist die vom Heiligen Geist erfüllte Seele. Der Kieselstein ist das kalte und harte Herz, in dem der Heilige Geist nicht wohnt.
                                     (Pfarrer von Ars, Nodet S. 64)

Wenn man fühlt, dass man im Eifer nachlässt, muss man rasch eine Novene zum Heiligen Geist um Glaube und Liebe machen.
14.05.2009                        (Pfarrer von Ars, Nodet S.67)

 

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Die reine Liebe

 Gott lieben heißt nicht nur, ihm mit dem Munde sagen: Mein Gott, ich liebe dich. Gott lieben aus ganzem herzen, aus ganzer Seele, aus allen Kräften, heißt, ihm überall den ersten Platz einräumen, es heißt bereit sein, eher seine Güter, seine Ehre, ja sogar sein Leben zu verlieren als ihn zu beleidigen. Gott lieben heißt, nichts anderes so lieben wie ihn - nichts lieben, was mit ihm nicht in Einklang wäre, nichts, was unser Herz von ihm trennt.
27.04.2009                                      Pfarrer von Ars (Nodet S. 90)

 

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Das einzige Glück auf Erden

O Jesus, dich erkennen heißt, dich lieben!... Wenn wir wüssten, wie sehr unser Herr uns liebt, würden wir vor Wonne sterben! Ich glaube nicht, dass Herzen so hart sein könnten, um nicht zu lieben, wenn sie sich so sehr geliebt sehen... Die Liebe ist etwas so Schönes! Sie ist ein Ausfluss des Herzens Jesu, das ganz Liebe ist...Das einzige Glück, das wir auf Erden haben, besteht darin, Gott zu lieben und sich von ihm geliebt zu wissen.
22.04.2009

 

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Ostern 2009

 

 Am Fuß des Ölberges in Jerusalem, liegt ein russisches Schwesternkloster, das den Namen der hl. Maria Magdalena trägt. Wer die mit Goldkuppeln gekrönte Klosterkirche betritt, entdeckt über der Ikonostase – eine in ostkirchlichen Gotteshäusern übliche Bilderwand – eine faszinierende Darstellung. Es zeigt Maria Magdalena, die einer Legende nach vor dem Richterstuhl des römischen Kaisers steht und dort für ihren Glauben an den auferstandenen Herrn Zeugnis ablegt. Sie tut es nicht hochtheologisch, sondern – wie es auch Jesus stets getan hat – mit einem Gegenstand aus dem Alltag. Sie hält ein Ei in der Hand und erklärt dem Kaiser: „Wenn aus diesem Ei Leben hervorbrechen kann, warum sollte dann nicht aus dem Stein des Grabes Leben hervorgehen?“
Mit dem Ei in der Hand bezeugt sie den, der ihr am Ostermorgen am leeren Grab erschienen ist, ein Zeugnis, für das sie mit ihrem Leben einstehen musste.
Und das ist das Osterzeugnis, das diese Welt noch annimmt: nicht die Argumente, die hat man damals Maria Magdalena auch nicht geglaubt (wiewohl ein geistiges Durchdringen der Wahrheit unseres Glaubens notwendig ist!). Aber was die Welt braucht, sind Menschen, die aus der Kraft leben, die der Glaube an die Auferstehung des Herrn gibt, eine Kraft, die durch nichts zu brechen ist, was uns im Leben an Widrigem begegnen mag. Eine Kraft aber auch, die uns die Angst nimmt vor dem, was uns am meisten ängstigt und bedroht: der Tod.
Joseph Ratzinger hat als Kardinal einmal in einer Predigt in seiner bayerischen Heimat gesagt, dass für ihn der überzeugendste „Glaubensbeweis“ für die Existenz Gottes sei, wenn er tief glaubenden Menschen begegne.
Maria, die als einzige nie wankend geworden ist im Vertrauen auf ihren göttlichen Sohn, möge uns echte Osterfreude erbitten, die sich im Alltag in großer Treue und Hingabe an den lebendigen Sohn Gottes auswirkt.

7.04.2009   Pfarrer Walter Böhmer
 
 
 
 

 

Ermutigung in Versuchungen

 
„ Lass dich durch Versuchungen nicht verwirren und noch weniger entmutigen. Gott erlaubt sie zu unserem Besten. Die gefährlichste Versuchung ist, keine Versuchung zu haben. Man darf sich sogar glücklich schätzen, wenn man versucht wird; denn da können wir viel für den Himmel gewinnen. Es ist wie zur Zeit der Ernte: Man steht am frühen Morgen auf, man hat viel Mühe und Arbeit, aber man beklagt sich nicht, weil man viel einheimsen kann."
                                                         Pfarrer von Ars
31.01.2009
 
 
 

 

Osterbeichte

" Aber sagt mir, was will dieses Wort Ostern sagen?- Sie wissen es nicht, mein Freund? Nun gut hören Sie gut zu und Sie werden es wissen. Es bedeutet Übergang, das heißt Herauskommen aus dem Tod der Sünde und  Hinübergehen in das Leben der Gnade."
Pfarrer von Ars, Predigt über die Osterbeichte

Trotz intensiver Suche nach einer Predigt oder einem Gedanken zur Auferstehung Christi konnte- auch nach Rückfrage bei der Priestergemeinschaft in Ars- kein Text gefunden werden.Für den Pfarrer von Ars geschieht Auferstehung im Herzen des Menschen in einer vollkommenen Umkehr zu einem Leben in der Gnade d.h. im Herrn.
Jesus Christus hat vor seinem Tod zu großen Volksscharen gesprochen, nach seiner Auferstehung führt  er behutsam den einzelnen Menschen zum Glauben an dieses Geheimnis unserer Erlösung. Dies war auch der Weg des hl. Pfarrers von Ars, wenn er viele Stunden täglich im Beichstuhl verbracht hat, um den Einzelnen mit Gott zu versöhnen. So ist wohl auch unsere Aufgabe zu verstehen: für den Menschen, mit dem wir gerade zu tun haben, die Liebe Gottes erfahrbar werden zu lassen. Dies aber kann nur der Herr allein in uns und durch uns vollbringen.
21.03.2009    ih

 

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Impuls zur Fastenzeit

"O wie ich diese kleinen Abtötungen liebe, die von niemandem gesehen werden; eine Viertelstunde früher aufzustehen, einen kleinen Augenblick aufzustehen, um in der Nacht zu beten; aber wie viele gibt es, die nur daran denken, zu schlafen."

Es war für ihn jeden Morgen ein arger Kampf, vor Tagesanbruch aufzustehen. Mit dem größten Widerwillen ging er in die Kirche, um sein mühseliges Amt auszuüben.
Nodet, Jean Marie VianneyCuré d'Ars, S. 238f

Von sich selbst hat der Pfarrer von Ars alles verlangt - über die Grenzen seiner Natur hinaus, von anderen erwartet er nur kleinste Verzichte. Erbitten wir in dieser Fastenzeit füreinander auf die Fürsprache des hl. Pfarrers von Ars vom Herrn dieses Maß der Gottes- und Nächstenliebe.
7.03.2009       ih

 

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Priester auf Erden

„Wenn man den Priester auf Erden recht begriffe, würde man, nicht aus Schrecken. sondern aus Liebe sterben“ ( Nodet: Jean-Marie Vianney Pfarrer von Ars, 1959, S. 120)
Der Pfarrer von Ars hat durch seinen priesterlichen Dienst die Tiefe, Schönheit und Last dieses Amtes immer intensiver erfahren. Wenn er sagt: „Das Priestertum , es ist die Liebe des Herzens Jesu,“ (Nodet, S. 120), können wir ahnen, wie sehr er eins geworden ist mit dem Herzen Jesu, eins geworden mit der erbarmenden Liebe Gottes, die in ganz besonderer Weise durch den Priester geschenkt wird. Die Liebe Jesu fließt aus seinem durchbohrten Herzen, aus seiner Herzenswunde. In den Schmerz des Durchbohrt- werdens ist auch der Priester hineingenommen, was für Menschen zutiefst nicht zu erfassen und nicht auszuhalten ist. Allein aus Gnade und im Vertrauen auf Ihn ist priesterlicher Dienst eben doch möglich. Danken wir dem Herrn für das große Geschenk des Priestertums und empfehlen wir alle Priester dem durchbohrten Herzen Jesu.
30.11.08     ih

 

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Jean- Marie Baptist Vianney

„Jean-Marie Baptist Vianney“  So unterschrieb der Pfarrer von Ars seit seiner Firmung bis zu seinem Tod. Jean-Marie war sein Taufname. Baptist hat er sich gemäß der damaligen Sitte als weiteren Vornamen bei der Firmung ausgesucht - gleichsam als sein Lebensprogramm. Die erste Kapelle, die der Pfarrer in Ars bauen ließ und vollständig selbst finanziert hat, war dem hl. Johannes dem Täufer geweiht. Bei der Einweihung am 24.Juni 1823 ließ der „Gute Gott“ (le „Bon Dieu“) ihn erkennen, was hier später geschehen würde: die Bekehrung so vieler Seelen, wie. Catherine Lassagne in ihren „Petit Mémoire“ (Kleinen Erinnerungen) berichtet hat.
Eines Sonntags sagte er selbst während der Predigt:
“Meine Brüder, wenn ihr wüsstet, was in dieser Kapelle geschehen ist, würdet ihr nicht mehr wagen dort hinein zu gehen… ich sage nicht mehr darüber…“
 (Les Annales Nr. 306 S.7).
Wie Johannes der Täufer wollte er Vorläufer des Herrn sein, selber kleiner werden, damit ER wachsen kann. Der Pfarrer Vianney war außergewöhnlich demütig, wie oft bezeugt wurde. Bitten wir ihn um die Gnade der Demut, damit auch unser Leben fruchtbar für das Reich Gottes wird.                                                                    
15.01.2009               ih

 

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Trost bei Überlastung durch Arbeit

 

"Er hat uns befohlen zu arbeiten, aber er hat uns auch befohlen zu ruhen. Er befiehlt uns zu beten, aber er bewahrt uns vor Beunruhigung."
17.02.2009 Pfarrer von Ars
(Nodet, S. 282)



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